Veranstaltungen / Weiterbildung

 

Symposium Futility

Donnerstag, 10. November 2022, 13.00 - 17.30 Uhr
Universitätsspital Basel, Hörsaal 1, Klinikum 1, Spitalstrasse 21

Wirkungslosigkeit und Aussichtslosigkeit – Der Nutzen des Futility-Konzepts bei medizinischen Entscheidungen

Wie sollen Gesundheitsfachpersonen entscheiden, wenn Patient*innen und Angehörige Therapien oder Eingriffe wünschen, die aus medizinischer Sicht wirkungslos oder aussichtslos sind?
Wann sollen medizinische Massnahmen eingeschränkt oder ganz auf sie verzichtet werden?
Dies ist in der klinischen Praxis oft eine grosse Herausforderung. 

Die Abteilung Klinische Ethik am Universitätsspital Basel (USB), an den Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel (UPK) und an der Universitären Altersmedizin FELIX PLATTER (UAFP) organisiert nun ein Symposium zu diesem Thema. Neben drei Keynote Lectures, die Futility aus medizinischer, ethischer und rechtlicher Sicht beleuchten, werden Workshops zu Futility in verschiedenen medizinischen Fachgebieten sowie eine Panel Discussion zu Best Practice hinsichtlich medizinischer Entscheidungen bei Futility angeboten.

Mitarbeitende von USB, UPK, UAFP und UKBB sowie Gesundheitsfachpersonen anderer Institutionen sind herzlich dazu eingeladen.

Hier finden Sie das detaillierte Programm.

Das Anmeldetool wird demnächst aufgeschaltet.

 

Anmeldung Symposium Futility

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Anmeldung Symposium Futility
 

Ethikforum am Mittag USB

Das Ethik-Forum am Mittag UBS ist eine interprofessionelle und interdisziplinäre Veranstaltung für alle Mitarbeitenden der assoziierten Spitäler.
Kliniker*innen stellen jeweils einen ethisch herausfordernden Fall vor, der zusammen mit Ethiker*innen und dem Publikum diskutiert wird. Die Teilnehmenden sind herzlich eingeladen, sich aktiv an der Diskussion zu beteiligen!

Aktuell sind folgende Themen und Referent*innen geplant:    

Do,
27.10.2022
12:15-13:00

Palliative Sedation gegen Hunger und Durst am Lebensende

Prof. Dr. Jan Gärtner, Chefarzt Palliativzentrum Hildegard
Dr. Anna Westermair, Abteilung Klinische Ethik

Hörsaal 2, Klinikum 1, USB oder online: Teilnahme-Link

Die Veranstaltung findet hybrid statt und ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Bei Fragen, Wünschen und Anregungen wenden Sie sich gern an charlotte.wetterauer@anti-clutterusb.ch.

 

Journal Club: Klinische Ethik

Interessierten Personen steht ein Journal Club offen, an dem Artikel zu klinisch-ethischen Themen diskutiert werden.
Der Journal Club findet jeweils montags an folgenden Terminen zu folgenden Artikeln statt:

25. Juli 2022

11.15-12.00

Strawson, G. (2004). Against narrativity. Ratio: An International Journal of Analytical Philosophy, 17(4),  428-452.

15. August 2022

11.15-12.00

Eijkholt M, Snoo-Trimp J de, Ligtenberg W, Molewijk B (2022) Patient participation in Dutch ethics support: practice, ideals, challenges and recommendations-a national survey. BMC Med Ethics 23: 62

12. September 2022

11.15-12.00

Richard, C., Lajeunesse, Y., & Lussier, M. T. (2010). Therapeutic privilege: between the ethics of lying and the practice of truth. Journal of Medical Ethics, 36(6), 353–357. doi.org/10.1136/jme.2009.033340

24. Oktober 2022

11.15-12.00

Lytle S, Stagno SJ, Daly B. Repetitive foreign body ingestion: ethical considerations. The Journal of Clinical Ethics 2013; 24 (2): 91–7.

5. Dezember 2022

11.15-12.00

Schuklenk, U., & Smalling, R. (2017). Why medical professionals have no moral claim to conscientious objection accommodation in liberal democracies. Journal of Medical Ethics, 43(4), 234–240. doi.org/10.1136/medethics-2016-103560


Bitte melden Sie sich an unter: ethik@anti-clutterusb.ch. Der Artikel wird vorgängig per E-Mail zugestellt.

 

Vergangene Veranstaltungen

 

Symposium Excellence in Patient Care (EPC)
Kulturelle Kompetenz von Gesundheitsfachpersonen

(Trans)kulturelle Kompetenz bezeichnet die Fähigkeit, mit unterschiedlichen Werten, Überzeugungen und sprachlichen, sozio-ökonomischen und kulturellen Bedürfnissen von Patient:innen angemessen umzugehen. Während das Konzept transkulturelle Kompetenz in der wissenschaftlichen Diskussion, in politischen Empfehlungen und institutionellen Programmen inzwischen sichtbar ist, stellt sich die Frage, wie es in der Patientenversorgung gefördert und gelebt werden kann.

Dieser Frage widmet sich dieses Symposium, zu dem die Abteilung Klinische Ethik am Universitätsspital Basel (USB) und die Klinische Ethik am Kantonsspital Baselland (KSBL) gemeinsam einladen. Neben einführenden Vorträgen von Expert*innen ist ein praxisnahes World Café geplant.

Ausführliche Beschreibung und detailliertes Programm

 

Book Launch Event "Oxford Handbook of Psychotherapy Ethics"

Oxford University Press, Edited by Manuel Trachsel, Jens Gaab, Nikola Biller-Andorno, Şerife Tekin, and John Z. Sadler

The Oxford Handbook of Psychotherapy Ethics explores a whole range of ethical issues in the  heterogenous field of psychotherapy thereby closing a widespread perceived gap between ethical sensitivity, technical language, and knowledge among psychotherapists.

An essential book for psychotherapists in clinical practice, it will also be valuable for those professionals providing mental health services beyond psychology and medicine, including counsellors, social workers, nurses.

To celebrate the book launch and to provide you with an introduction to the handbook, we are pleased to hereby invite you to the hybrid Book Launch Event at University Psychiatric Clinics Basel (UPK), Switzerland.

Program


 

Farewell-Symposium Prof. em. Stella Reiter-Theil 
Ethik in der Patientenversorgung: Meilensteine und aktuelle Entwicklungen

Dieses Symposium markierte einen wichtigen Meilenstein: den Abschied von Prof. em. Stella Reiter-Theil als Leiterin der Klinischen Ethik an den Basler Universitätsspitälern.

Prof. em. Reiter-Theil hat die Abteilung Klinische Ethik am Universitätsspital Basel (USB) und an den Universitären Psychiatrischen Kliniken (UPK) seit deren Gründung 2012 bis im April 2020 aufgebaut und geleitet. Zusammen mit ihrem Team hat sie an beiden Institutionen ein umfangreiches Beratungs- und Fortbildungsangebot geschaffen. Die gemeinsame Abteilung am USB und an den UPK hat sich bewährt und reiche Synergien gebracht. Darum stand auch diese Veranstaltung im Zeichen der Gemeinsamkeiten. Gerade aus einer ethischen Perspektive geht es darum, das Verbindende zu stärken und gut zu kooperieren. Auch unter der neuen Leitung soll die Kooperation an dieser Schnittstelle besonders gefördert werden.

Gleichzeitig sollte dieses Symposium die Entwicklung des Fachgebiets Klinische Ethik aufzeigen, wofür zwei namhafte Klinische EthikerInnen aus England und der Schweiz gewonnen werden konnten: Prof. Anne Slowther und Prof. Ralf J. Jox. Zwei interdisziplinäre Panels gaben Einblicke in die ethische Problemanalyse und Ethikberatung in verschiedenen Bereichen.

Programm

Präsentationen:

Prof. Anne Slowther: Wie hat sich die klinische Ethik entwickelt und wo steht sie heute? Eine persönliche Einschätzung

Prof. Ralf J. Jox: Klinische Ethik heute und morgen - unter dem Brennglas der Coronapandemie

Regine Heimann: Alles Ethik, oder was? 10 Jahre klinische Ethik in der Klinik für Kinder und Jugendliche der UPK

Prof. Dr. Stella Reiter-Theil: Blick zurück - Blick nach vorn

 

 

Symposium: Ethische Herausforderungen bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in der Psychiatrie

Die UN Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) ist das erste Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen und ist in der Schweiz im Mai 2014 in Kraft getreten. Sie soll Menschen mit Behinderungen vor Diskriminierung schützen, ihre Inklusion fördern und fordert eine Ausrichtung der Gesellschaft nach ihren Bedürfnissen statt umgekehrt. Auch zielt sie auf eine Gleichstellung von behinderten Menschen innerhalb der Gesellschaft ab. Die Frage der Anwendung der UN-BRK in der Psychiatrie hat unter Klinikern, Experten, in den Medien und in einer breiten Öffentlichkeit lebhafte Diskussionen ausgelöst. Die Konvention schränkt Interventionen gegen den Willen der Betroffenen erheblich ein, was potentiell zu einer Unterversorgung von Menschen führen könnte, die sich in einem urteilsunfähigen Zustand selbst gefährden.

Programm

Präsentationen:

Prof. Paul Hoff, Ethik in der Psychiatrie – Ethik neben der Psychiatrie. Ein Input zum «Ort» medizinethischer Reflexion

Prof. Paul Appelbaum, Saving the UN Convention on the Rights of Persons with Disabilities—From Itself

Prof. Andreas Heinz, UN CRPD: Perspectives for Psychiatric Care in Germany

 

 

Ethik-Symposium am USB: Zwang in der Somatik: Heiligt der Zweck die Mittel?

Die manchmal erforderliche Anwendung von Zwangsmassnahmen in der Medizin stellt für betroffene Patienten einen schwerwiegenden Eingriff in ihr Recht auf Selbstbestimmung dar. Gesundheitsfachpersonen bewegen sich bei der Entscheidungsfindung über die Anwendung von Zwang in einem Spannungsfeld zwischen den ethischen Prinzipien des Respekts vor der Autonomie und des Wohltuns. Fragen der Urteilsfähigkeit, des mutmasslichen Willens und der Interessen der Patienten können dabei in der Praxis zu rechtlichen und ethischen Herausforderungen führen.

Programm

Präsentationen:

Dr. iur. Jürg Müller, Hilfe durch Zwang? Grundsätzliches zu  einem schwierigen Thema in der Gesundheitsversorgung

Dorothea Helberg, Jan Schürmann, Zwangsmassnahmen am Universitätsspital Basel (USB): Worum geht es beim geplanten Leitfaden?

 

 

Symposium - Ethische Herausforderungen von COVID-19-Pandemie

Der Umgang mit COVID-19-Patienten hat unter Klinikern, Experten, in den Medien und in einer breiten Öffentlichkeit zu lebhaften Diskussionen über die ethisch angemessene Gesundheitsversorgung während einer Pandemie geführt. Nach deren vorläufigem Höhepunkt in der Schweiz ist nun die Zeit für eine Bilanz aus ethischer Sicht gekommen, nicht zuletzt auch, um mit einer ähnlichen oder sogar schwerwiegenderen zukünftigen Situation besser umgehen zu können.

Programm

Präsentation:

Prof. Biller-Andorno, Corona-Massnahmen im Spannungsfeld von persönlicher Freiheit, öffentlicher Gesundheit und Wirtschaftlichkeit