Blog des Universitätsspitals Basel
06. Januar 2015

Kalte Füsse: Was steckt dahinter?

Wenn’s draussen kalt ist, frieren oft auch die Füsse. Dieses Befinden kann «normale» Ursachen haben, wie beispielsweise das falsche Schuhwerk, oder aber auch auf Funktionsstörungen und ernsthafte Krankheiten hinweisen.

 

Tipps für warme Füsse

Meistens entsteht das Eiszapfen-Empfinden, wenn die Füsse nicht richtig durchblutet werden. Folgende Tipps können dem entgegenwirken und die Wärmeregulierung ankurbeln:

  • Schuhe mit dicken Sohlen und nicht zu eng
  • Warme Socken und Strümpfe
  • Nasse Füsse so schnell wie möglich trocknen
  • Bei Schweissfüssen häufig Socken wechseln
  • Warme Fussbäder oder Heiss- / Kalt-Wechselbäder
  • Fussmassagen und Fussgymnastik
  • Saunabesuche und Ausdauersport
  • Kirschstein- oder Körnerkissen (nachts) und Wärmepads (tagsüber)
  • Heisse Gewürze und Pflanzen wie Chili, Wacholder, Ingwer, Rosmarin, Senfkörner und Knoblauch
  • Aufs Rauchen verzichten und Kaffeekonsum drosseln

Alarmzeichen ernst nehmen

Kalte Füsse sind nicht zu unterschätzen. Wer trotz oben genannten Tipps über längere Zeit kalte Füsse behält, sollte sich bei einer Ärztin oder einem Arzt melden. Warnzeichen sind zum Beispiel, wenn nur einer der Füsse kalt ist, oder sich zur Kälte auch Schmerzen und Gefühlsstörungen gesellen. Spätestens dann sollte definitiv ein Arzt aufgesucht werden. «Oft standen kalte Füsse am Anfang einer Behandlung und waren Symptom einer schweren Grunderkrankung», sagt Franziska Were, Podologin am Universitätsspital Basel.

Mögliche Gründe für ernstzunehmende Durchblutungsstörungen, welche beispielsweise nicht nur im Winter für kalte Füsse sorgen, gibt es viele:

  • Eisenmangel
  • Niedriger Blutdruck (Hypotonie)
  • Herzprobleme
  • Stoffwechselkrankheiten
  • Unterfunktion der Schilddrüse
  • Nebenniereninsuffizienz
  • Medikamentennebenwirkungen
  • Psychische Befindlichkeit («kalte Füsse bekommen»)

 

 

 

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