Gefässchirurgie

Die Abteilung für Gefässchirurgie ist ein Teil des universitären Gefässzentrums Aarau - Basel. Dabei handelt es sich um eine interkantonale gefässchirurgische Abteilung an zwei Standorten: dem Kantonsspital Aarau und dem Universitätsspital Basel.
Das Ziel dieser interkantonalen Abteilung ist die Sicherstellung einer optimalen Behandlung von gefässchirurgischen Patienten.

Die Behandlung von gefässchirurgischen Patienten wirft spezielle Probleme auf:

  • Gefässerkrankungen sind häufig. Allerdings rechnet man nur mit ungefähr 1000 Eingriffen pro Mio. Einwohner und Jahr. In mehreren internationalen Studien konnte gezeigt werden, dass die Resultate dieser Eingriffe einerseits von der Erfahrung des operierenden Teams, aber auch von der Gesamterfahrung des Spitals abhängig sind. Aus diesem Grund und wegen der notwendigen Qualitätskontrolle braucht ein gefässchirurgisches Zentrum ein genügend grosses Einzugsgebiet, was im föderalistisch organisierten Gesundheitswesen der Schweiz nur selten erreicht wird.
  • Auf der anderen Seite weisen die Patienten häufig Zusatzerkrankungen (z.B. Herz- oder Lungeninsuffizienz) auf. Diese erhöhen die Ansprüche an das behandelnde Team und bedürfen einer umfassenden interdisziplinären Zusammenarbeit mit Nachbardisziplinen (Angiologie, Angioradiologie, Nephrologie, Dermatologie, Neurologie).
  • Durch die Zusammenführung der gefässchirurgischen Abteilungen des Kantonsspitals Aarau und des Universitätsspitals Basel und die daraus resultierende Konzentration der Patienten auf ein Team wurde erreicht, dass dieses eine mit anderen europäischen Zentren vergleichbare Anzahl gefässchirurgischer Patienten betreut (über 1500 Patienten/Jahr). Dadurch wird eine auch für aussergewöhnliche Situationen und Krankheitsbildern notwendige Erfahrung garantiert.
  • Weitergehende Informationen zu den einzelnen Krankheitsbildern können unter www.arterienundvenen.ch gefunden werden.

 

Angebot der Abteilung Gefässchirurgie

Am universitären Gefässzentrum Aarau - Basel werden sämtliche gefässchirurgischen Eingriffe regelmässig durchgeführt.

Hierzu gehören u.a. die Behandlung von

Verengungen oder Verschlüssen

  • der Halsschlagadern (Carotisstenose),
  • der Becken- und Beinarterien (periphere arterielle Verschlusskrankheit (Schaufensterkrankheit), sowie von

Erweiterungen

  • der Brust- und Bauchschlagader (thorakales und abdominales Aortenaneurysma)
  • der Becken- und Beinarterien.

Besonderen Wert gelegt wird auf eine dem Patienten und der Situation massgeschneiderte Therapie. Diese optimale Therapie wird an interdisziplinären Besprechungen, welche regelmässig stattfinden, ausgearbeitet.

 

Angegliederte Bettenstationen