Kieferfehlstellungen / Dysgnathien

Fehlstellungen oder Lageanomalien der Kiefer, so genannte Dysgnathien, können einerseits der äusseren Erscheinung (Ästhetik) beeinträchtigen, aber auch zu einer Reihe von zum Teil gravierenden funktionellen Problemen führen. Wenn Ober- oder Unterkiefer zum Beispiel zu weit vor- oder zurückstehen, passen die Zahnreihen nicht richtig aufeinander. Es können Beschwerden beim Essen und Sprechen auftreten. Oft ist kein Lippenschluss möglich. Die Kaumuskulatur aber auch die Muskulatur des Nackens kann mit Verspannungen reagieren. Kiefergelenksbeschwerden können die Folgen sein. Die inadäquate Belastung der Zähne kann zu deren vorzeitigem Verlust führen. Somit steht die Schaffung einer idealen Kau- und Schluckfunktion bei gleichzeitiger Optimierung des äusseren Erscheinungsbildes des Patienten bei der Therapieplanung und Durchführung im Vordergrund.

Die Behandlung betroffener Patienten wird vom Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen in enger Abstimmung mit dem betreuenden Kieferorthopäden durchgeführt, der die Regulierung der Zahnstellung vornimmt. Eine enge Absprache zwischen den Fachärzten ist für den Behandlungserfolg unerlässlich. Aus diesem Grund finden an unserer Klinik regelmässig interdisziplinäre Dysgnathie-Sprechstunden statt, bei denen die Patienten gleichzeitig von beiden betreuenden Ärzten gesehen werden.

Bei der Operationsplanung kommen modernste Technologien zu Einsatz. Die operative Umstellung der Kiefer wird routinemässig dreidimensional geplant. Dem Patienten kann so schon vor der Operation näherungsweise gezeigt werden, wie sein äusseres Erscheinungsbild sich durch die Operation verändern wird.

Betroffene Patienten können über das Kliniksekretariat direkt einen Termin in der „Dysgnathie-Sprechstunde“ vereinbaren, oder durch den behandelnden Kieferorthopäden eine Zuweisung veranlassen Tel. +41 61 265 70 70, Fax. +41 61 265 70 71.

 

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