Obstruktives Schlafapnoe Syndrom

Schnarchen oder Atemstillstände (=Apnoe) während des Schlafens können auf eine Obstruktion (Verlegung) der oberen Atemwege im Rahmen eines obstruktiven Schlafapnoesyndroms (OSAS) hinweisen. Zwar gibt es auch eine zentrale Form dieser Atemstillstände, die auf einer Störung des Atemantriebs beruht, diese ist jedoch viel seltener (90:10).

Die Diagnose des Schweregrades einer OSA erfolgt in Form eines Monitorings im Schlaflabor. Diagnostik und Therapie eines OSAS erfolgen interdisziplinär durch Spezialisten der Pneumologie und der HNO, gegebenenfalls durch weitere Disziplinen.

Bei der obstruktiven Schlafapnoe werden die oberen Atemwege durch eine erschlaffende Zunge und das umliegende Gewebe mechanisch verlegt und so verhindert, dass sauerstoffreiche Luft in genügendem Masse in die Lungen gelangt. Der Sauerstoffmangel führt zu Aufwachreaktionen, die eine Reihe von Folgeerkrankungen, u.a. Bluthochdruck, Herzerkrankungen, Schlaganfall, auslösen können. Typischerweise kommt es zu einer leistungseinschränkenden Tagesmüdigkeit (Sekundenschlaf).

Eine Ursache für die Verlegung der oberen Luftwege kann unter Umständen neben den aufgeführten Weichteilproblemen auch auf skelettaler Ebene gefunden werden. Da die Zungenmuskulatur teilweise direkt am Unterkiefer ansetzt, kann ein kleiner zurückliegender Unterkiefer oder eine ungünstige Position des Unterkiefers während des Schlafens eine Verlegung der Luftwege provozieren und so einer OSA Vorschub leisten. Therapeutisch können in solchen Situationen sogenannte Positionierungsschienen („Schnarchschienen“), die während der Nacht, ähnlich einer kieferorthopädischen Apparatur, getragen werden, eingesetzt werden, in besonderen Fällen kann eine skelettverlagernde Operation (Verschiebung der Kiefer nach vorne) notwendig werden.

Das therapeutische Konzept wird nach eingehender interdisziplinärer Analyse individuell für den Patienten aufgestellt und umfasst neben einer Reihe von konservativen Massnahmen (Gewichtsreduktion, Rauchstop, Reduktion Alkoholgenuss, Änderung der Schlaflage, Schnarchschiene, Überdruckmaske, Zungenstimulator etc.) auch weichteilchirurgische Massnahmen an Zunge und Weichgaumen oder Umstellungsoperationen der Kiefer.

Wir stehen Ihnen für Fragen oder eine umfassende Beratung gerne zur Verfügung.

Bitte kontaktieren Sie uns unter der Telefonnummer

Tel. +41 61 265 70 70
Fax +41 61 265 70 71