Dupuytren Kontraktur / Morbus Dupuytren

Die Morbus Dupuytren ist eine gutartige Erkrankung des Bindegewebes der Handinnenfläche. Charakteristisch für die Erkrankung ist das Auftreten von Knoten und Strängen an der Innenfläche der Hand. Meist sind der vierte und fünfte Fingerstrahl betroffen Zugkräfte können an den Bindegewebsfasern der Knoten und Stränge schließsslich zu Beugekontrakturen (Einziehungen mit Versteifung) der Fingergrund- und Mittelgelenke führen.

Ursachen

Seit dem Jahr 1832, in dem Baron G. Dupuytren (1777<wbr />–1835) diese nach ihm benannte Erkrankung in Paris vorstellte, ist die auslösende Ursache bis heute unbekannt geblieben.
Der Morbus Dupuytren tritt meist im mittleren Lebensalter auf, bei Männern typischerweise früher und achtmal häufiger als bei Frauen. Eine Häufung in der Familie ist möglich.

Symptome und Verlauf

Die Krankheit beginnt meist an der Basis des Ringfingers oder des Kleinfingers durch Knotenbildung. Meist sind beide Hände betroffen. Ein schubweiser, über mehrere Jahre andauernder Krankheitsverlauf ist typisch: Monate bis Jahre können vergehen bis eine Strangbildung und eine Kontraktur auftreten. Der Zustand bessert sich eigentlich nie von sich aus, aber eine Verlangsamung im Krankheitsverlauf ist möglich. Die einzige Erfolg versprechende Therapie ist ein chirurgisches Lösen der Kontrakturen d.h. eine Operation.

Operation

Die Operation variiert je nach Schwere und genauer Lokalisation des Befundes. Normalerweise wird die Haut der betroffenen Finger und Hohlhand geöffnet und die Stränge und Knoten entfernt. Häufig müssen auch die verkürzten Gelenkskapseln gelöst werden. Zum Verschliessen der betroffenen Stelle ist manchmal eine Hauttransplantation oder eine sogenannte Lappenplastik nötig.

Aufgrund der hohen Rückfallquote sollten verfrühte Eingriffe unterlassen werden. Solange Sie die Hand noch flach mit der Handfläche nach unten auf einen Tisch legen können, ist keine Operation nötig. Wichtig ist aber auch, wie sehr Sie sich durch die Beugekontraktur gestört und in Ihrem alltäglichen Leben eingeschränkt fühlen. Zu langes Warten kann zudem zu einem schlechten Ergebnis führen, da das ganze Weichteilgewebe mitschrumpft und eine vollständige Streckung der Finger nach der Operation kaum mehr erreicht wird. Dieses Risiko nimmt ab einer Beugestellung der Fingergelenke von 30 Grad deutlich zu, daher wird dieser Zustand als Zeitpunkt für eine Operation bestimmt.

Je nach Ausprägung der Kontraktur können Stränge auch durch Nadelstiche behandelt werden.

Nachbehandlung

Damit ein möglichst gutes Resultat erzielt werden kann ist eine ergotherapeutische Instruktion notwendig. Um Narbenzüge zu verhindern werden Sie eine Streckschiene bekommen. Sie sollten die Übungen wie im Merkblatt «Nachbehandlung bei ambulanten Handoperationen» beschrieben befolgen.