Luftröhrenchirurgie

Die chirurgische Behandlung der Luftröhre soll eine Verengung oder Verlegung der Luftröhre beseitigen. Diese Verengung kann verschiedene Ursachen haben. Sie ist entweder angeboren oder durch gutartige oder bösartige Wucherungen oder andere Raumforderungen (z.B. Blutung) innerhalb oder ausserhalb der Luftröhre bedingt.

Häufig sind Folgen der Langzeitbeatmung (Narbenbildung in der Luftröhre) mit einer Teilentfernung der Luftröhre mit Direktnaht zu beheben. Auch Tumoren der Luftröhre (z.B. Karzinoid oder Schleimhautpolyp o.ä.) stellen eine gute Indikation zur Operation der Luftröhre dar. In einigen Fällen wird ein Teil der Luftröhre auch bei zentral an der Lungenwurzel sitzenden Lungentumoren mit entfernt und die Atemwege werden wieder direkt vernäht. Derartige Eingriffe an den zentralen Luftwegen erfordern viel Erfahrung und stellen hohe Ansprüche an den Operateur und die behandelnde Einheit. Sie sollten nur an spezialisierten Zentren durchgeführt werden, die dafür geeignet ausgestattet sind, so wie es die Thoraxchirurgie am Unispital Basel ist.

Bei der Behandlung von Verengungen der Luftröhre und der Hauptbronchien werden in vielen Fällen heutzutage sog. Stents eingesetzt, die mittels Bronchoskopie in Vollnarkose von innen in die Luftröhre eingesetzt werden. Diese Drahtröhrchen können individuell dem jeweiligen Befund des Patienten angepasst werden und sind ggf. auch wieder entfernbar.