Raynaud-Syndrom

Was ist das Raynaud-Syndrom?

Das Raynaud-Syndrom ist eine Gefässerkrankung, die durch vorübergehende Gefässspasmen (Krämpfe) hervorgerufen wird. Die Gefässspasmen treten meistens an den Fingern und Zehen auf. Dadurch wird die Blutzufuhr des betroffenen Gebietes vermindert. Es treten anfallsweise nacheinander Blässe, Blauverfärbung und Rötung der Finger oder Zehen auf. Schmerzen nach Lösen des Anfalls sind nicht ungewöhnlich. Diese Attacken können Stunden andauern.

Es werden zwei Formen unterschieden

  1. Form mit unbekannter Ursache (primäres Raynaud Syndrom)
  2. Die zweite Form, die bei anderen Erkrankungen wie beispielsweise Sklerodermie, Lupus erythematodes, nach Traumen oder Überdosierung bestimmter Medikamente auftritt (sekundäres Raynaud-Syndrom).

Informationen zum primären Raynaud-Syndrom
Informationen zum sekundären Raynaud-Syndrom

Wie diagnostiziert man das Raynaud-Syndrom?

Meistens reicht dem Arzt eine ausführliche Beschreibung der Beschwerden. Er kann aber auch versuchen, einen Raynaud-Anfall zu provozieren, in dem er Sie bittet, die Hände in Eiswasser zu legen.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen dem primären und dem sekundären Raynaud-Syndrom. Deshalb wird der Arzt Blutuntersuchungen anordnen, um eine mögliche Grunderkrankung zu erkennen.
Ausserdem wird meistens eine spezielle Gefässuntersuchung vorgenommen.
Diese besteht aus:

  • einer genauen Befragung
  • einer Untersuchung der Pulse und Strömungsgeräusche über den Schlagadern (ggf. in verschiedenen Körperhaltungen)
  • einer Blutdruckmessung mit dem Ultraschall und Oszillogramm (Aufzeichnung der Volumenschwankungen an Fingern und Armen oder Beinen und Zehen).

Falls notwendig, wird eine Ultraschalluntersuchung der Schlagadern (Duplex) oder ein Gefässröntgen mit Kontrastmitteleinspritzung (Angiographie) ergänzend durchgeführt. Die Kapillarmikroskopie (mikroskopische Untersuchung am Nagelfalz der Finger) kann Gefässveränderungen direkt darstellen und Hinweise für ein sekundäres Raynaud-Syndrom liefern.