Schaufensterkrankheit

Als Schaufensterkrankheit wird im Volksmund die Durchblutungsstörung der Beine bezeichnet. Beim Laufen brauchen die Beine mehr Blut zur Versorgung. Liegen bedeutsame Engstellen in den Schlagadern vor, welche die Beine versorgen, kommt es zu Schmerzen durch Mangeldurchblutung beim Laufen.

Nach einer gewissen Wegstrecke müssen diese Patientinnen und Patienten wegen Schmerzen anhalten. Die Beschwerden lassen typischerweise nach einer kurzen Pause rasch nach, sodass sie wieder eine gleichlange Strecke zurückgelegen können, bevor sie wieder anhalten müssen. So kommen sie also von Schaufenster zu Schaufenster, schauen sich die Auslagen an und können dann wieder weitergehen, bis die Schmerzen erneut zu stark werden.

Wenn die Beschwerden zu stark belästigen oder nach sehr kurzer Wegstrecke auftreten, können wir versuchen, mit einem Ballonkatheter die Engstellen aufzudehnen. Vorgängig werden diese Patienten bei uns untersucht, um sicher zu sein, dass die Beschwerden tatsächlich von einer mangelnden Durchblutung verursacht sind. Mit Ultraschall wird festgestellt, wo genau die Engstellen sitzen und ob sie auch so ausgeprägt sind, dass ein Aufdehnen zu spürbaren Veränderungen führen wird.

Wenn die Aufdehnung mit einem Ballonkatheter erfolgversprechend ist, planen wir gemeinsam mit ihnen die weiteren Schritte. Wenn die Patienten es wünschen, können sie für die Behandlung auf der Kurzzeitklinik der Medizin aufgenommen werden.

Die Schaufensterkrankheit muss aber nicht zwingend mit dem Katheter behandelt werden. Es ist auch möglich, durch Gehtraining die Beschwerden zu verbessern. Hierbei muss mindestens 3x in der Woche 1 Stunde gelaufen werden, bis jeweils mässige Beschwerden auftreten, nach einer Pause wieder das gleiche. Hierdurch bildet der Körper Umgehungskreisläufe zur Überbrückung der Engstellen.

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