Supraaortale Gefässe

50 - 69% Stenose im Abgang der A. carotis interna

Supraaortale Stenose A. carotis interma

Die cerebrovasculäre Verschlusskrankheit ist ein weiterer wichtiger Manifestationsort der Systemkrankheit Arteriosklerose. Folgen können bekanntermassen die transitorisch-ischämische Attacke (TIA) und der Insult sein.

Der interventionellen Therapie zugänglich sind die extrakraniellen Gefässe. Untersuchungsmethode der Wahl ist die Duplexsonographie, wobei in unserer Klinik neben Aa. carotides und vertebrales stets auch Truncus brachiocephalicus und Aa. subclaviae beurteilt werden.

A. carotis

Es existieren sehr gut validierte Stenosekriterien für die Duplexsonographie, die durch die Messung der Flussbeschleunigung in Stenosen im Grunde funktionelle Veränderungen nachweisen. Diese korrelieren sehr eng mit den angiographisch gemessenen Durchmessereinengungen. Für Stenosen >70% nach der Definition der NASCET Studie (1991) ist der Benefit einer operativen Intervention mit Endatherektomie für symptomatische Patienten belegt.

Vor grösseren kardiovasculären Operationen sollten Carotisstenosen > 70% auch bei asymptomatischen Patienten ebenfalls prophylaktisch zur Senkung des perioperativen Schlaganfall-Risikos saniert werden.

A. subclavia

Eine relevante Subclaviastenose lässt sich anhand von Stenosegeräuschen, einer Blutdruckdifferenz oder einer Steal-Symptomatik (Versorgung des betroffenen Armes über eine retrograd perfundierte A. vertebralis und folgend cerebrale Symptome bei Armarbeit) vermuten. Auch diese lässt sich zuverlässig duplexsonographisch nachweisen. Therapie der Wahl ist die PTA.

Bei relevanter, nicht korrigierter Subclaviastenose sollte stets der Blutdruck der gesunden Seite zur Blutdruckeinstellung herangezogen werden, da distal einer Stenose falsch tiefe Werte gemessen werden.