Hämovigilanz

Die Hämovigilanz ist verantwortlich für die Überwachung der Transfusionskette vor, während und nach Transfusionen. Meldungen von unerwünschten Transfusionsreaktionen, Fehlern und Beinnahe Fehler werden registriert, analysiert und der Swissmedic weiterleitet, entsprechend dem gültigen Heilmittelgesetz (AMBV Art.16, Art.25, Art.59). Für alle unerwünschten Transfusionsreaktionen, Fehler und Beinahe Fehler besteht die gesetzlich verankerte Meldepflicht.

Vorgehen bei einer vermuteten Transfusionsreaktion

z.B. Fieber, Schüttelfrost, Dyspnoe, Exanthem/Juckreiz oder Hypotonie
je in zeitlichem Zusammenhang mit einer Transfusion

  • Transfusion Stopp, Dekonnektieren und Sicherstellen des Blutprodukts.
  • Messen der Vitalparameter, ggf. Sauerstoffgabe
  • Information des verantwortlichen Arztes
  • Telefon an das Blutspendezentrum (BSZ) Tel. Nr. 52091
  • Ausfüllen des „Internen Meldeformulars Hämovigilanz“, das das BSZ sendet.
  • Blutentnahme entsprechend dem Formular, 1x 2 Blutkulturen vom Empfängers, sowie ein EDTA Röhrchen und ein Serum Röhrchen für die Immunhämatologie
  • Restprodukt, Röhrchen und Formular in Rohrpostbombe und senden an BSZ (RoPo 2090)

Dieser Ablauf gilt nur für Transfusionsreaktionen im USB!

Weitere Informationen für interne Mitarbeiterinnen

  • Qualitätsmanagement Handbuch Hämovigilanz
  • Notfallstandards
  • Infotool Vigilance
  • Pflegerichtlinien

Ansprechpartner