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Highlights 2005

Einmal tägliche Gabe von Protease Inhibitoren als Salvage Therapie bei HIV-Patienten - eine Pilot Studie

In dieser Pilot Studie haben Elzi et al. geprüft, ob eine einmal tägliche Gabe einer Doppelprotease Inhibitor Therapie bei stark vorbehandelten HIV-Patienten mit Therapieversagen wirksam ist und gut toleriert war. Bei 12 Patienten zeigten sich nach 12, 24 und 48 Wochen, dass diese Therapie die HI-Viren wirksam unterdrückten. Die pharmakokinetischen Daten wiesen daraufhin, dass beide Bestandteile, d.h. Lopinavir und Indinavir therapeutische Konzentrationen erreichten.

Once-daily directly observed therapy lopinavir/ ritonavir plus indinavir as a protease inhibitor-only salvage therapy in heavily pretreated HIV-1-infected patients: a pilot study

 

Dynamisches BK-Virus

Funk et al. zeigten, dass die hohe Replikation des BK-Polyomavirus ein wichtiger Faktor für die Pathogenese ist. In dieser Studie untersuchten die Autoren die Eliminiationsrate dieses Virus und somit auch den geschätzten Verlust von BK-Virus infizierten Nierenzellen.

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CD4-Langzeit-Verlauf bei HIV-therapierten Patienten

In einer umfassenden Arbeit wurde der CD4-Verlauf bei Patienten mit gut supprimierter HIV-Viruslast untersucht. Bei 293 Patienten der Schweiz. HIV-Kohorten Studie, welche 5 oder mehr Jahre ein kontinuierlich supprimierten Viral load hatten, zeigte sich, dass 36% keine normale CD4-Zellzahl erreichten (500 CD4-Zellen/µl). Assoziiert war diese nicht komplette Therapieantwort mit einem höheren Alter, tieferen CD4-Zellen sowie einer längeren Dauer der HIV-Infektion.

Characteristics, Determinants, and Clinical Relevance of CD4 T Cell Recovery to !500 Cells/mL in HIV Type 1–Infected Individuals Receiving Potent Antiretroviral Therapy

The Modern ART of HIV Infection Management: Towards a Tailored Approach to Maximize CD4 T Cell Reconstitution

 

Dynamik von Serum Procalcitonin bei Patienten mit einem neurochirurgischen Eingriff

Procalcitonin (PCT) ist ein wichtiger Marker für Infektionen. In dieser Arbeit wurde untersucht, ob die Diagnose eines postoperativen Fiebers bei neurochirurgischen Patienten durch das PCT erleichtert wird. Es zeigte sich, dass PCT die Sensitivität für Infektionen leicht erhöht und für die Diagnose neurochirurgischer Infektionen wahrscheinlich nützlich ist.

Dynamics of serum procalcitonin in patients after major neurosurgery

 

Galactomannan und Aspergillen

In einer umfassenden Arbeit haben Weisser et al. die Wertigkeit des Galactomannans zur Frühdiagnose von Aspergillen in einer prospektiven Studie bei Patienten mit Stammzelltransplantation untersucht. Dabei zeigte sich bei 161 untersuchten Infektionsepisoden, dass die Entscheidung einer antifungalen Therapie vor allem auf neuen Infiltraten (Computertomogramm) basiert und nicht auf Serum Galactomannan.

Galactomannan Does Not Precede Major Signs on a Pulmonary Computerized Tomographic Scan Suggestive of Invasive Aspergillosis in Patients with Hematological Malignancies

 

BK-Virus - eine Review

In einer umfassenden Review zeigt Hirsch HH die verschiedenen pathogenetischen, diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten der BK-Virus-assoziierten Nephropathie auf. Darüberhinaus wird gezeigt, dass die BK-Virus-Infektion, welche in der Kindheit auftritt (harmlos), in einem späteren Stadium eine eigentliche opportunistische Infektion ist.

BK Virus: Opportunity Makes a Pathogen

 

Biofilm-Formation durch Staphylokokken in einem Fremdkörper-Tiermodell

In dieser Studie untersuchten wir in einem tier-experimentellen Modell die unterschiedliche Biofilm-Formation von Staphylococcus aureus (S. aureus) und Staphylococcus epidermidis (S. epidermidis). Verschiedene Bakterien haben die Fähigkeit, einen Biofilm zu bilden, um insbesondere an Fremdkörpermaterial zu haften. Der Biofilm erlaubt den Bakterien zu persistieren und ist wahrscheinlich auch ein Schutz gegen Antibiotika. Bei Fremdkörperinfektionen, wie z. B. Hüftgelenkspro-theseninfektionen sind S. epidermidis und S. aureus die häufigst isolierten Keime. Bei S. epidermidis ist die Biofilmbildung der wichtigste Virulenzfaktor. Vor ein paar Jahren wurde die molekulare Struktur und die Gene, die für einen Biofilm notwendig sind, bei S. epidermidis beschrieben. Dieses Gen heisst ica, was für intercellular adhesin" steht. Das ica-Gen kodiert für den Biofilm, der aus einem Polysaccharid, dem sogenannten PIA ("polysaccharide adhesin") besteht. Untersuchungen bei S. aureus haben gezeigt, dass S. aureus die gleichen Gene wie S. epidermidis hat und auch Biofilm bilden kann. S. aureus im Gegensatz zu S. epidermidis bildet jedoch normalerweise keinen Biofilm in vitro. Im vorliegenden Artikel haben wir die Biofilmbildung von diesen zwei Stämmen in vitro und auch im Tiermodell untersucht. Wir konnten zeigen, dass S. aureus-Stämme, die in vitro keinen Biofilm bilden, PIA positiv sind, d. h. einen Biofilm in vivo bilden. Ebenfalls zeigten wir durch RNA-Analyse, dass in vivo das ica-Gen bei S. aureus stärker transkribiert wird als in vitro. Bei S. aureus ist die PIA Expression stammabhängig und in vivo induzierbar. Bei S. epidermidis ist PIA Expression in vitro und in vivo hoch und nicht induzierbar. Gerade hinsichtlich zunehmender Resistenzentwicklung von S. aureus-Stämmen und der zunehmenden Anzahl von Patienten mit künstlichen Gelenkprothesen ist es wichtig, die bakterielle Pathogenese und die Expression von Virulenzfaktoren zu verstehen, um neue Angriffspunkte für Antikörper und/oder Antibiotika zu entwickeln.

Biofilm Formation, icaADBC Transcription, and Polysaccharide Intercellular Adhesin Synthesis by Staphylococci in a Device-Related Infection Model