Ultraschalluntersuchung einer Arterie nach der Injektion eines zielgerichteten Kontrastmittels (oben), die histologische Untersuchung zeigt eine entzündliche arteriosklerotische Plaque

Die Forschungsgruppe „Cardiovascular Molecular Imaging“ unter der Leitung von PD Dr. B. Kaufmann entwickelt neuartige bildgebende Methoden in der Ultraschalldiagnostik.

Ultraschallkontrastmittel werden dazu mit gegen krankheitsspezifische Marker gerichteten Liganden konjugiert. Diese Kontrastmittel könnten in der Zukunft in der Lage sein, Entzündungen in der Gefässwand, welche an der Entstehung der Atherosklerose und deren Komplikationen (Myokardinfarkt) beteiligt sind, bereits in sehr frühen Stadien zu detektieren.

Ein Herzinfarkt ist ein häufiger Grund für eine Herz-insuffizienz. Durch die Anfärbung von Gefässen und Herzmuskelzellen wird die Herzinfarktnarbe und deren Ausdehnung sichtbar.

Komplementär zu den klinischen Schwerpunkten Kardio-Onkologie und Herzinsuffizienz beschäftigt sich die Forschungsgruppe im Myocardial Research Labor (Leitung PD Dr. Gabriela Kuster Pfister) am Departement Biomedizin mit der Rolle tumorrelevanter Moleküle im Herzen und den Mechanismen der Herzinsuffizienz.

Studien zielen einerseits auf ein verbessertes Verständnis von Krebstherapie-assoziierten kardialen Nebenwirkungen ab und liefern eine Grundlage für deren Vorhersage und Prävention. Da solche Moleküle eine wichtige Rolle im Zellüberleben und der Zellvermehrung spielen, ermöglichen unsere Resultate auch, neue Zielmoleküle für die Behandlung der Herzinsuffizienz mit reduzierter Pumpfunktion (HFrEF) zu identifizieren. Ein weiterer Schwerpunkt des Labors sind die molekularen Mechanismen, die im Zentrum der Pathogenese der Herzinsuffizienz mit erhaltener Pumpfunktion (HFpEF) stehen. Es wird angestrebt, durch die Hemmung neu identifizierter Zielmoleküle die Entstehung einer HFpEF bei Patienten mit metabolischem Syndrom in Zukunft verhindern zu können.

 

 

Die Forschungsgruppe „Cardio Byology“ unter der Leitung von Prof. Marijke Brink hat als Schwerpunkte die molekularen Mechanismen der frühen und späten Stadien der Herzinsuffizienz. Neue Ansätze zur Prävention oder Behandlung von Herzkrankheiten sollen dabei helfen, die Leistungsfähigkeit der Herzmuskelzellen zu verbessern.

Es werden Studien anhand Zellkulturen und verschiedenen Maus-Modellen durchgeführt. Dabei werden mit einem Kleintierultraschallgerät die kardiovaskuläre Struktur und Funktion in höchster räumlicher und zeitlicher Auflösung dargestellt.

Grundlage dieser Forschung ist, das Verständnis der molekularen Mechanismen, die das Wachstum, den Stoffwechsel und die Differenzierung von Herzzellen regulieren, zu vertiefen. Es werden diese Mechanismen sowohl in primären Zellkulturen als auch in den verschiedenen Mausmodellen der Adipositas und Drucklast analysiert. Diese haben einen direkten Bezug zu den heute am häfigsten beobachteten klinischen Bedingungen bzw. welche sich schnell zu einem grossen Gesundheitsproblem entwickeln.

Grundlagenforschung

Kardiologische Grundlagenforschung am Departement Biomedizin der Universität Basel

Departement Biomedizin