Scientific Program 2019

Cardiac Device Summit Basel

 

SESSION 1: Cardiac Device Summit Basel

Der Vortrag:

Nachsorge bei LVAD Patienten: Dr. Johanna Mulzer, Deutsches Herzzentrum Berlin

 

SESSION 2: Devices bei Hirnschlag/TIA

Die Vorträge:

Fallpräsentation: Dr. Jannis Müller, USB

Suche nach Vorhofflimmern: Holter, ILR oder Aplle-Watch: Dr. PD Dr. J. Eckstein, USB

Devices bei Hirnschlag / PFO: Prof. Ch. Kaiser, USB

Interventioneller Vorhofsohrverschluss: Prof. M. Kühne, USB

 

SESSION 4: Interventionelle Therapien

Die Vorträge:

Rolle der LifeVest und des subkutanen ICD: 
Prof. Ch. Sticherling, USB

Chronic Total Occlusion (CTO):  PD Dr. G. Leibundgut, Kantonsspital Baselland

TAVI: Dr. G. Fahrni, USB

 

SESSION 3: Devices in der Herzinsuffizienz

Die Vorträge:

Fallpräsentation: Dr. N. Kozhuharow, USB

Update CRT
- was haben wir in 15 Jahren gelernt: Prof. Stefan Osswald, USB

MitraClip: Prof. Raban Jeger, USB

LVAD Therapie: Prof. Otmar Pfister, USB

 
TAVI, der kathetergestützte Aortenklappenersatz

Erfolgreiche TAVI-Op bei 81-jähriger Patientin

Erfolgreicher interventioneller Aorten-klappenersatz mittels selbstexpan-dierbarer Prothese

Bei Patienten mit schwerer symptomatischer Aortenstenose und mittelgradig bis schwer erhöhtem Operationsrisiko ist der katheter-gestützte Aortenklappenersatz (TAVI) die Therapie der Wahl. Während der Eingriff normalerweise über die Leistenarterie erfolgt (transfemorale TAVI), ist bei starken Veränderungen der Becken- achse ein alternativer Zugangsweg notwendig, wobei häufig die Schlüsselbeinarterie (TAVI über Arteria subclavia) oder die Herzspitze (transapikale TAVI) gewählt wird. Da diese Zugangswege chirurgisch erfolgen, ist ein Eingriff in einem Operationssaal mit Angiographie-Anlage obligat.

Bei einer 81-jährigen Patientin mit schwerer symptomatischer Aortenstenose, erhöhtem perioperativem Risiko und schwierigem Zugangsweg über die Beckenarterien konnte im Hybrid-OP über die linke Schlüsselbeinarterie eine selbstexpandierbare Aortenklappen prothese in den Aortenanulus gebracht und erfolgreich abgesetzt werden. Die Zusammenarbeit zwischen Herzchirurgie, Anästhesie und Kardiologie, wie sie der moderne Hybrid-OP erlaubt, machte den komplexen Eingriff und die Behandlung der betagten Patientin erst möglich.

Ihr Ansprechpartner:
Prof. Raban Jeger, Leitender Arzt Kardiologie, raban.jeger@usb.ch

 
ESC Kongress 2018

Junge Forscher vom Herzzentrum am ESC Kongress in München

Prof. Raban Jeger präsentierte aktuelle Forschungsergebnisse während einer Hot Line Session

Der Kongress der European Society of Cardiology (ESC) ist mit rund 35.000 Besuchern der weltweit grösste und bedeutendste Kongress für kardiovaskuläre Medizin. Mit mehr als 25 Präsentationen waren unsere jungen Forscher/innen des Herzzentrums wiederum eine der weltweit erfolgreichsten Forschergruppe.

Somit konnten wir den ESC Kongress in München als grosse wissenschaftliche Bühne nutzen, um unsere neuesten spannenden Forschungsergebnisse zu präsentieren und zu diskutieren.

Das Highlight dieses Jahr war die von Prof. Raban Jeger präsentierte «Late Breaking Science Presentation» während einer Hot Line Session über «Drug-Coated Balloons for Small Coronary Artery Disease» im Hauptauditorium.

 

EU Grant ans Universitätsspital Basel

Die Abteilung Elektrophysiologie der Kardiologie erhält FP7 Grant der Europäischen Union zur Untersuchung der ICD Therapie in der Primärprophylaxe des plötzlichen Herztodes.

In Europa sterben jährlich rund 500‘000 Menschen am plötzlichen Herztod (PHT), definiert als unerwarteter Todesfall innerhalb einer Stunde nach Eintritt von Symptomen. Dem plötzlichen Herztod liegt häufig ein Herzinfarkt, oft aber auch eine primäre Herzrhythmusstörung zugrunde.

Patienten, die nach einem PHT erfolgreich wiederbelebt werden konnten und bei denen keine behebbare Ursache, wie ein Herzinfarkt, behandelt werden konnte, erhalten heutzutage einen implantierbaren Cardioverter Defibrillator (ICD) zur sogenannten „Sekundärprophylaxe“. Bei der Implantation eines ICD werden ein oder mehrere Kabel, ähnlich einem Schrittmacher, in das Herz geführt. Diese werden dann an den unter der Haut implantierten Defibrillator angeschlossen. Dieser monitorisiert ununterbrochen den Herzrhythmus des Patienten und gibt einen Schock ab, wenn lebensbedrohliche schnelle Herzrhythmusstörungen („Kammerflimmern“, Kammertachykardie“). Der Patient trägt seinen „Notarzt“ quasi mit sich.

Bei einem Herzstillstand ausserhalb des Krankenhauses überleben leider weniger als 5% der Patienten, weswegen schon früh die Bemühungen dahin gingen, Patienten mit einem hohen Risiko für den PHT zu identifizieren und mit einem ICD zu versorgen ehe es zur ersten Herzrhythmusstörung kommt („Primärprävention“). Solche Risikopatienten wurden in 2 grossen Studien zu Beginn des Jahrtausends identifiziert und sind seitdem laut den europäischen und amerikanischen Leitlinien Kandidaten für einen ICD. Dennoch variiert die Implantationsrate pro Millionen Einwohner innerhalb Europas beträchtlich, von 360/Mio in Deutschland bis zu 1/Mio in der Ukraine. in der Schweiz werden 142 ICD/Mio Einwohner jährlich implantiert. Diese stark abweichenden Implantationszahlen sind nicht nur mit ökonomischen Gründen zu erklären, sondern auch darin begründet, dass die Population, die aktuell für eine Primärprävention in Frage kommt noch immer schlecht definiert ist. Dafür sprechen unter anderem, dass Patienten ausserhalb von Studien eine deutlich geringere Sterblichkeit haben als in den beiden grossen Studien und dass 2/3 der Patienten mit einem primärprophylaktischen ICD niemals eine Therapie erhalten.

Die Europäische Union unterstützt daher Programme, die „comperative effectiveness research“ durchführen, um den Nutzen und das mögliche Risiko solcher Therapieformen  über die Zeit und in verschiedenen Gesundheitssystemen untersuchen.

Innerhalb ihres Framework Programme for Research 7 (FP 7) hat die EU nun einem Konsortium von 19 führenden Rhythmuszentren in der Schweiz, Deutschland, Holland, Schweden, Griechenland, der Slowakei, Finnland, Polen, Grossbritannien, Ungarn, Dänemark, Belgien und Kroatien ein Grant über ein Gesamvolumen von 6 Millionen Euro für 4 Jahre zur Untersuchung  zahlreicher Fragen zur besseren Risikostratifizierung dieser Patienten mit dem Ziel die Leitlinien enger fassen und anpassen zu können.

Das Team um Prof. Sticherling als einziges Schweizer Zentrum in diesem Konsortium, betreut Schweiz weit die meisten ICD Patienten und beschäftigt sich seit Jahren wissenschaftlich erfolgreich mit Fragen der Risikostratifizierung und Nutzen/Risikoanalyse auf dem Gebiet. Von den 13 Subprojekten werden 2 von Basel aus betreut. Zum einem sollen mit Hilfe unserer „Clincial Trial Unit“ retrospektiv die Daten von 6000 ICD Patienten aus 11 Registern von teilnehmenden Institutionen zusammengeführt und analysiert werden. In einem zweiten Arbeitsschwerpunkt werden aus dieser retrospektiven und einer prospektiven Datenbank mit mehr als 2‘500 Patienten Geschlechtsspezifische Unterschiede der Therapie in Zusammenarbeit mit Prof. David Conen untersucht. Schliesslich steuert das USB die klinischen Daten, Blutproben für genetische Analysen sowie EKG für die prospektive Studie bei.

Diese Industrieunabhängige Studie wird wichtige Daten zum effektiveren und zielgerichteten Einsatz dieser Therapie zum Wohle unserer Patienten liefern.

 

Prof. Christian Sticherling

Stv. Chefarzt,

 
April 2016

Tag der Biomedizin

Entdecken, Erforschen, Erfahren:
Der spannende Weg von der Grundlagenforschung bis zur Behandlung am Patienten.

Am Tag der Biomedizin (9. April 2016) haben die beiden Grundlagenforschungsgruppen der Kardiologie Cardiovascular Molecular Imaging (PD Dr. B. Kaufmann) und Myocardial Research (PD Dr. G. Kuster) ihre Forschung einem breiten Publikum vorgestellt. Die anhand eines Kurzreferates, am Informationsstand und in spannenden Live-Demonstrationen gegebenen Einblicke in zukünftige Techniken der Herz-Bildgebung und neue Therapien der Herzschwäche, sind bei den zahlreichen Besuchern auf grosses Interesse gestossen.

Fotogalerie

 
12. Juni 2014

USB-Kardiologie ist nationale Spitze

Unter dem Titel «Die Eingriffe können ins Herz gehen» hat die Sonntagszeitung am 1. Juni 2014 über die Arbeit der Herzabteilungen in Schweizer Spitälern berichtet. Dabei wurde moniert, dass viele Herzabteilungen die Mindestvorgaben an Eingriffen nicht erfüllen würden. Wie folgende Statistik zeigt, trifft dieser Vorwurf für das Universitätsspital Basel (USB) klar nicht zu.

EingriffMindestvorgabe CHUnispital Basel (2013)
Herzschrittmacher-Implantationen15 pro Jahr237 (Nr. 1 in CH)
Defibrillator-Implantationen15 pro Jahr99 (Nr. 2 in CH)
Ballondilatation mittels Herzkatheter200 pro Jahr1‘130 (Nr. 4 in CH)
Kardiale Resynchronisationstherapie*35 pro Jahr
(Richtlinie in Frankreich)
49 (Nr. 1 in CH)

* Kardiale Resynchronisationstherapie: Herzschrittmacher- oder Defibrillatorsystem mit einer 3. Elektrode zur Behandlung einer Herzschwäche

Alle komplexen interventionellen Eingriffe werden am USB von erfahrenen Fachärzten durchgeführt. Das USB ist natürlich auch in der Ausbildung interventioneller Kardiologen beteiligt. Junge Kardiologen führen diese Eingriffe immer unter Anleitung eines erfahrenen Kaderarztes durch.

Im Artikel der Sonntagszeitung wird als positive Ausnahme hervorgehoben, dass die Kardiologie des USB in ihrem Jahresbericht die Komplikationen beziffert. Dies begründen die Kardiologen auf Anfrage damit, dass sie vom Bund (Artikel 22a des KVG) angehalten seien, ein Qualitätsmanagement durchzuführen und Daten zur Qualität sowie zur Wirtschaftlichkeit der Leistungen zur Verfügung zu stellen. Dazu gehören ihres Erachtens die Offenlegung der Komplikationen und der Sterblichkeit.

Es ist klar, dass an einem Universitätsspital mit regionaler Zentrumsfunktion vermehrt schwer kranke Patienten mit komplexen Erkrankungen behandelt werden. So sind beispielsweise die Kardiologen des USB häufig mit Patienten im kardiogenen Schock oder nach Wiederbelebung konfrontiert. Andere Kliniken hingegen haben es weitgehend mit „Niedrigrisikopatienten“ zu tun.

Es sei deshalb extrem wichtig, dass das USB nicht nur die reinen Mortalitätszahlen publiziere, sondern diese auch entsprechend dem Risiko der Eingriffe abbilde (sog. risk-adjusted mortality). Nur so können die Qualität der erbrachten Leistung effektiv gemessen und die entsprechenden Schlüsse gezogen werden.

Wichtige kardiologische Prozeduren, die 2013 im USB durchgeführt wurden

Auftreten eines Todesfalls nach einer Intervention noch während der Hospitalisation ohne Notwendigkeit eines kausalen Zusammenhangs mit der Prozedur

Todesfall bei dem kausaler Zusammenhang mit der Intervention besteht

3‘577 83 (2,32%) 2 (0,06%)
 

Christian Müller MD appointed to European Heart Journal editorial team