Elektrokonversion

Unter Elektrokonversion versteht man die gezielte Elektroschock-Abgabe zur Normalisierung von Rhythmusstörungen, in den meisten Fällen wegen chronischem Vorhofflimmern.

Dabei ist es ganz wichtig, dass Sie eine Blutverdünnung mit Marcoumar oder Sintrom haben und dass Ihr INR-Wert in den 3 Wochen vor dem Eingriff nie unter 2.0 lag. Ansonsten besteht die Gefahr, dass Blutgerinnsel aus dem Herzen in den Kreislauf gelangen und z.B. einen Hirnschlag auslösen.

Wir empfehlen Ihnen deshalb, am Tag vor der Elektrokonversion nochmals bei Ihrem Hausarzt den INR-Wert bestimmen zu lassen und uns mitzuteilen, falls er unter 2 liegen würde. Dann können wir die Untersuchung nämlich noch rechtzeitig absagen und Sie kommen nicht unnötig ins Spital.

 

Wie wird eine elektive Kardioversion durchgeführt?

Beim Eingriff muss wegen der Schmerzhaftigkeit des Elektroschocks eine Kurznarkose mit intravenösen Schlafmitteln und Schmerzmitteln durchgeführt werden. Dafür werden Sie an einem Monitor überwacht, da als Folge dieser Kurznarkose auch Atem-Stillstände auftreten können, die dann mittels Beatmung überbrückt werden müssen. Sobald Sie in Narkose sind, wird der Elektroschock abgegeben. Bei nicht erfolgreicher Konversion wird in der Regel ein 2. oder 3. Schock mit max. Energie angeschlossen, eventuell auch unter Beigabe spezifischer Medikamente, bevor die Narkose abklingt. Danach müssen Atmung und Kreislauf während 1 bis 2 Stunden kontinuierlich überwacht werden, dann können Sie nach das Spital wieder verlassen kann.

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