Synkopenabklärung

Synkopen sind in allen Lebensphasen ein häufiges Phänomen. Definiert ist die Synkope als vorübergehender Bewusstseinsverlust, der durch eine transiente zerebrale Minderdurchblutuung bedingt ist.

Die sogenannten vasovagalen Synkopen sind in aller Regel harmlos, jedoch können Synkopen auf Grund einer Herzkrankheit lebensgefährlich sein. Deshalb ist die Diagnostik von Synkopen sehr wichtig.

Zur Abklärung von Synkopen gehört die Anamnese, die klinische Untersuchung inklusive Blutdruckmessung im Liegen und Stehen und die Durchführung eines Elektrokardiogramms (EKG).

Bleibt eine Synkope nach Durchführung dieser grundlegenden Untersuchungen unklar, kommen weiterführende Untersuchungen zum Einsatz. Dazu gehören in der Kardiologie zum Beispiel die Durchführung einer Echokardiographie (Herzultraschall) mit der Frage nach einer strukturellen Herzkrankheit oder auch die Durchführung eines Langzeit-EKG (Holter-EKG) mit der Frage nach relevanten Herzrhythmusstörungen (Brady- oder Tachykardien). Dies sind wichtige Untersuchungen, denn sie können Befunde zeigen, die die Einpflanzung eines Herzschrittmachers oder eines implantierbaren Defibrillators (ICD) erfordern.

Bei Patienten mit seltenen Symptomen kann ein implantierbarer loop recorder zur Diagnose führen. Hier wird in Lokalanästhesie in einem kurzen Eingriff (ca. 10 Min.) ein kleines Gerät vor dem Herzen unter die Haut eingepflanzt. Dieses hat in etwa die Grösse eines USB sticks oder eines kleinen Feuerzeugs und wird nach Diagnosestellung, spätestens aber nach 2-3 Jahren wieder entfernt.

In einzelnen Fällen sind bei Patienten mit Synkopen auch weiterführende kardiologische Abklärungen (z.B. elektrophysiologische Untersuchung) oder auch neurologische Abklärungen nötig (z.B. Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRI) des Schädels, Elektroenzephalogramm (EEG), etc.).