Abb. 2b: Endresultat nach MitraClip®-Implantation

Nach transvenöser femoraler Punktion wird über einen transseptalen Zugangsweg der steuerbare Katheter mit dem darauf angebrachten Mitraclip® in den Bereich der A2/P2-Segmente der Mitralklappe gebracht. Die Lage des Clips wird dabei mittels transösophagealer Echokardiographie kontrolliert, wobei der Clip bei ungünstiger Lage neu positioniert werden kann.

 

Abb. 2a: Implantation des MitraClip®

Nach transvenöser femoraler Punktion wird über einen transseptalen Zugangsweg der steuerbare Katheter mit dem darauf angebrachten Mitraclip® in den Bereich der A2/P2-Segmente der Mitralklappe gebracht. Die Lage des Clips wird dabei mittels transösophagealer Echokardiographie kontrolliert, wobei der Clip bei ungünstiger Lage neu positioniert werden kann.

Abb. 1: MitraClip® an der Spitze des steuerbaren Führungskatheters

Ende 2010 wurden im Universitätsspital Basel die ersten interventionellen Mitralklappenrekonstruktionen mit MitraClip® durchgeführt. In Zukunft dürfte diese Therapieoption grosses Potential erlangen, insbesondere bei Patienten mit erhöhtem perioperativem Risiko.

Interventionelle Mitralklappenrekonstruktion mittels MitraClip®

Die Behandlung der therapierefraktären schweren Mitralinsuffizienz war bis vor kurzem die alleinige Domäne der Herzchirurgie, wobei v. a. bei klappenerhaltenden Rekonstruktionen von strukturellen Mitralklappenerkrankungen wie z. B. Prolaps oder „flail leaflet“ hervorragende Ergebnisse erreicht werden konnten.

Seit neuestem steht für Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Mitralinsuffizienz und erhöhtem perioperativem Risiko (z. B. herzinsuffiziente Patienten mit sekundärer Mitralinsuffizienz im Rahmen einer eingeschränkten linksventrikulären Pumpfunktion) eine alternative Behandlungsoption zur Verfügung, nämlich die interventionelle Mitralklappenrekonstruktion mittels MitraClip®. Dabei wird in Allgemeinanästhesie über einen transvenösen femoralen Zugang eine transseptale Punktion durchgeführt und danach unter Ultraschall- und Röntgenkontrolle ein oder mehrere Clips (Abb. 1) zwischen das anteriore und posteriore Mitralsegel implantiert (Abb 2a und b). Durch die Verkleinerung der Mitralklappenöffnungsfläche erhofft man sich eine Verringerung der Regurgitationsmenge und damit eine Verbesserung der Beschwerdesymptomatik. Da der Clip bis zum definitiven Absetzen immer wieder neu platziert werden kann und ein rein venöser Zugangsweg benutzt wird, stellt die interventionelle Mitralklappenrekonstruktion mit MitraClip® eine relativ risikoarme Intervention dar.