29. Januar 2019

Stepped-Care nach potenziell traumatisierenden Ereignissen: Notarzt – Hausarzt – Psychotherapeut – Klinik

Dr. Dipl. Psych. Jörg Angenendt Psychotraumatologische Ambulanz, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsklinikum Freiburg i.Br.

 

Akute Extrembelastungen und potenziell traumatisierende Ereignisse können zu kurz- und langfristigen Belastungssymptomen und manifesten psychischen Folgestörungen führen. Eine frühzeitige – Screening-gestützte – Erkennung in der primärärztlichen Erstversorgung ist Voraussetzung für Massnahmen der sekundären Prävention. Vorgestellt werden Konzepte der psychologischen Frühintervention, die in gestufter Form und entsprechend den individuellen Erfordernissen nach Verlaufsbeobachtung und adaptiver Indikation angeboten werden. Hier sind vor allem KVT-orientierte Programme der Frühintervention für Risikopersonen empirisch validiert. Die Psychotraumatologische Ambulanz am UKL Freiburg stellt seit 20 Jahren ein niedrigschwelliges Diagnostik- und Therapieangebot für Betroffene nach akuten Arbeits- und Verkehrsunfällen zur Verfügung, das kurative und präventive Ziele verfolgt. Der inzwischen implementierte Ansatz wird in Zusammenarbeit mit unfallchirurgischen Kliniken in Deutschland auch im Rahmen der «Freiburger Arbeitsunfallstudien (FAUST) I bis III» bezüglich zentraler Prozess- und Ergebnisparameter wissenschaftlich evaluiert.

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