Swiss Transplant Cohort Study

stcs.ch

Seit Mai 2008 arbeitet die Swiss Transplant Cohort Study (STCS) als zentrales System zur systematischen Erfassung und Nachbeobachtung aller Patienten, die sich in einem Schweizer Transplantationszentrum einer Organtransplantation unterziehen.
Die STCS ist eine sog. prospektive, multizentrische Kohorten-Studie, die als dynamisches System aufgebaut ist und Patienten langfristig über einen offenen Zeitraum nachbeobachtet.
Die Ziele der STCS sind u.a. Risiken und Erfolgsfaktoren über den Langzeit-Outcome nach Transplantation sowie die langfristigen Effekte der Immunsuppression zu erforschen. Insbesondere gilt das Interesse der Transplantationsimmunologie, transplantationsbedingter Infektionskrankheiten, genomischer Faktoren, psychosozialer Faktoren, dem Auftreten von Tumoren sowie generell der Outcome-Forschung der verschiedenen Schweizer Transplantationsprogramme.
Gemäss Schweizerischem Transplantationsgesetz und in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Gesundheitswesen (BAG) erfüllt die STCS zudem das Mandat, Berichte über den Outcome nach Transplantation zu erstellen und zu veröffentlichen. Weltweit einzigartig an der STCS ist, dass landesweit jeder einzelne Patient umfassend erfasst und nachverfolgt wird. Dies erfolgt durch Abgleich mit dem Swiss Organ Allocation System (SOAS) des BAG, das für die Zuteilung der Spenderorgane eingesetzt wird. Wichtig sind die qualitativ hochwertigen Daten, die die komplexen Transplantationsprozesse adäquat abbilden und damit eine ausgezeichnete Grundlage für kompetitive internationale Forschung und neuwertige Qualitätskontrollen ermöglichen.
Die STCS wird von der Abteilung Transplantationsimmunologie und Nephrologie geleitet und von den Transplantationskliniken und dem Schweizerischen Nationalfonds finanziell unterstützt.