PET/CT


Die PET/CT kombiniert zwei bildgebende Untersuchungsverfahren: die PET (Positronen-Emissions-Tomografie) und die CT (Computertomografie). Sie liefert sehr präzise und aussagekräftige Bilder von Zellfunktionen und -strukturen.

Die PET bildet Stoffwechselvorgänge dreidimensional ab, indem sie die Verteilung einer radioaktiv markierten Substanz im Organismus aufzeigt. PET-Scanner erfassen gleichzeitig ausgeschickte Gammastrahlen. Das Messsystem verfügt über eine hohe räumliche Auflösung und ist ringförmig um den Patienten angeordnet.
Beim der PET/CT wird ein PET-Scanner mit einem modernen Computertomografen (in einem Gerät) kombiniert.

Nach intravenöser Gabe einer schwach strahlenden Substanz wird deren Verteilung im Körper abgewartet und untersucht. Zellen mit aktiverem Stoffwechsel – wie z. B. Tumorzellen – reichern die radioaktive Substanz stärker als gesunde Zellen an. Beim Zerfall der Strahlung setzen sie mehr Energie frei, die exakt gemessen und im farbigen dreidimensionalen Bild leuchtend sichtbar wird.
Da Strahlung im Körper auf unterschiedliche Strukturen (Luft, Weichteile, Knochen) trifft, wird sie unterschiedlich abgeschwächt. Diese Veränderung wird durch die CT korrigiert. Zudem ermöglicht sie eine genaue anatomische Zuordnung der PET-Befunde.

Unsere Abteilung verfügt seit Juni 2007 über dieses hochmoderne Diagnoseverfahren. Durch die PET/CT kann die Behandlungsplanung wesentlich optimiert werden, gegebenenfalls können dem Patienten sogar weitere Untersuchungen und Operationen erspart werden.
Aufgrund der extrem kurzen Halbwertszeit der Bestrahlung und der geringen Dosierung der radioaktiven Substanz ist die Strahlenexposition sehr gering. Gewöhnlich treten keine Nebenwirkungen auf.

Anwendungsspektrum der PET/CT

Die für die PET/CT am häufigsten verwendete radioaktiv markierte Substanz ist der Traubenzucker (18F-2-Fluorodesoxyglucose = FDG). Die PET nach Injektion von FDG hat sich als sichere und sensible Methode zur vertieften Abklärung der meisten bösartigen Tumoren sowie anderer Erkrankungen etabliert. Sie wird in den Bereichen Onkologie, Entzündungsdiagnostik, Kardiologie und Neurologie verwendet. Die CT-Untersuchung kann dabei mit oder ohne Kontrastmittel durchgeführt werden.

Vgl. das Anwendungsspektrum der FDG-PET/CT-Diagnostik (PDF) [PDF / 5 KB]

In bestimmten Fällen greifen wir bei der PET/CT auf besser geeignete radioaktiv markierte Stoffe zurück, z. B. auf:

82Rb, 68Ga-DOTATOC, 68Ga-PSMA, 68Ga-exendin-4, 18F-Cholin, 18F-FET, 18F-DOPA, 18F-Flutemetamol, 18F-Florbetaben