Forschungsschwerpunkte der Abteilung für Kardiale und thorakale Diagnostik

Wir betreiben sowohl Grundlagenforschung als auch klinische Forschung und arbeiten eng mit der Abteilung für Radiologische Physik sowie unseren klinischen Partnern am Universitätsspital Basel zusammen. Unser wissenschaftliches Engagement dient der Weiterentwicklung neuer bildgebender Verfahren und der evidenzbasierten Einbettung moderner Methoden in diagnostische Strategien. Im Vordergrund steht das Bedürfnis des Patienten nach einer möglichst effizienten und gleichzeitig risikoarmen Diagnostik.

Ein Schwerpunkt unserer kardiovaskulären Forschung ist die nichtinvasive Druckmessung in den Pulmonalarterien im MRI. Die pulmonalarterielle Hypertonie ist eine Erkrankung mit hoher Morbidität und Mortalität. Eine medikamentöse Therapie ist möglich, eine nichtinvasive Kontrolle des Therapieerfolges derzeit aber nicht verfügbar. Mit Hilfe der 4D-geschwindigkeitskodierten MR-Angiografie können wir das Flussmuster in den Pulmonalarterien analysieren und den Druck messen. Diese Ergebnisse werden direkt mit dem Referenzstandard katheterbasierte Druckmessung korreliert. Zu unseren weiteren wissenschaftlichen Projekten gehört die Darstellung von Myokardverletzungen ohne ionisierende Strahlen und ohne Kontrastmittel mit dem Magnetisation-Transfer-MRI.

Unser onkologischer Schwerpunkt liegt in der Erforschung des Signalverhaltens von Tumoren des Thorax im diffusionsgewichteten MRI. Referenzstandard ist hierbei die PET/CT. Insbesondere interessiert uns die Frage, ob das MRI bei Entzündungen und Frakturen spezifischer ist als die PET/CT, die bei derartigen Läsionen durch falsch positive Befunde limitiert ist. Eine traumatologische Fragestellung schliesslich befasst sich mit dem klinischen Verlauf des instabilen Thorax bei komplexen Rippenfrakturen, die mit einer Rippenosteosynthese behandelt werden. Hier untersuchen wir im MRI die Thoraxwandbeweglichkeit, um den Therapieerfolg zu kontrollieren.