Nuklearmedizin

Fachgebiet und Aufgabenbereich

Die Nuklearmedizin befasst sich vorwiegend mit funktioneller Bildgebung und ‹molekularer› Therapie. Dabei werden Radiopharmazeutika (radioaktive Medikamente) für die Bildgebung z. B. mit Positronen-Emissions-Tomografie (PET) und zur Therapie bei krank machenden Prozessen wie z. B. Tumoren verwendet, gegebenenfalls, zur Darstellung anatomischer Strukturen, unterstützt durch die computertomografische Bildgebung (CT).
Unser Angebot umfasst die Bildgebung mit PET/CT, SPECT/CT (Single Photon Emission Computed Tomography) und Szintigrafie von Tumorerkrankungen aber auch von Erkrankungen des Herzens, der Schilddrüse, des Hirns, der Nieren und weiterer Organe.
Wir haben uns als Zentrum für nuklearmedizinische Therapien der Schweiz etabliert und übernehmen eine tragende Rolle im Zentrum für Neuroendokrine und Endokrine Tumore, das von der Europäischen Gesellschaft für Neuroendokrine Tumore (ENETS) den Status eines «Center of Excellence» bekommen hat. In diesem Sinne sind wir spezialisiert auf die Therapie von neuroendokrinen Tumoren (in diesem Bereich mit internationaler Ausstrahlung), aber auch auf die Behandlung des fortgeschrittenen, hormonrefraktären Prostatakarzinoms, von Lebertumoren und Schilddrüsenerkrankungen.
Unseren Patientinnen und Patienten steht dafür eine eigene nuklearmedizinische Bettenstation mit 7 Betten zur Verfügung.
Mit der Abteilung Endokrinologie, Diabetologie & Metabolismus des USB betreiben wir die interdisziplinäre Schilddrüsenambulanz zur Diagnostik und Therapie von Schilddrüsenerkrankungen. Eine ebenfalls enge Zusammenarbeit besteht mit der Kardiologie des USB für die PET/CT- und SPECT/CT-Bildgebung des Herzens von Patienten mit koronarer Herzkrankheit.
Unser Team besteht aus 11 Ärzten, 15 Radiologiefachpersonen, 3 Pflegefachleuten und 3 administrativen Mitarbeiterinnen.

Verfahren

Unser Untersuchungsspektrum reicht von der Szintigrafie bis hin zur Fusionsbildgebung im Schnittbildverfahren. Die Fusion der nuklearmedizinischen Szintigramme mit den morphologischen Bildern der Computertomografie (CT) erfolgt in einem Untersuchungsgang. Für sämtliche Untersuchungen stehen uns modernste nuklearmedizinischen Geräte inkl. SPECT/CT (Single Photon Emission Computed Tomography) und PET/CT (Positronen-Emissions-Tomografie) zur Verfügung.
Die für die Diagnostik und Therapie verwendeten radioaktiven Substanzen werden in minimalen Mengen und ganz gezielt eingesetzt. Sie reichern sich primär im erkrankten Organ an und beeinflussen das gesunde Gewebe kaum.

Forschung und Lehre

Unser Forschungsschwerpunkt liegt auf der Weiterentwicklung der Behandlung neuroendokriner Tumore mit radioaktiven Peptiden und auf der Entwicklung neuer Substanzen zur Früherkennung und zur Therapie von Erkrankungen. Wir bieten Vorlesungen und Kurse innerhalb der universitären Lehre (Humanmedizin) an. Zudem sind wir für die Weiterbildung von Ärzten und MTRAS in unserem Fachgebiet verantwortlich und als Weiterbildungsstätte der Kategorie A nach schweizerischer Weiterbildungsordnung zur Weiterbildung zum Facharzt für Nuklearmedizin ermächtigt.