News aus der Radiologie und Nuklearmedizin

 
05. Dez 2018

Förderung der Forschung zur CT-Kalibrierung

Das Swiss Personalized Health Network (SPHN) fördert unsere Forschung zur Kalibrierung von CT-Geräten zur genaueren, texturbasierten Quantifizierung mit fast 500‘000 Franken.

 

Auf ein Polymergehäuse basierendes Strukturphantom, das mit flüssigkeitsgefüllten Einsätzen unterschiedlicher Dichte gefüllt werden kann, so dass verschiedene Kontraste und Läsionsgrössen getestet werden können.

Um genauere und besser vergleichbare Messwerte von computertomografisch erhobenen Daten zu ermöglichen und somit exaktere Aussagen für den Therapieentscheid und die Prognose erreichen zu können, hat die Forschungsgruppe um Bram Stieltjes, MD, PhD (Forschungsgruppenleiter der Radiologie) und Prof. Ender Konukoglu (ETH) das Projekt «QA4IQI - Quality Assessment for Interoperable Quantitative CT-Imaging» lanciert. Das in Kooperation mit der ETH, der Fachhochschule Westschweiz, dem Centre hospitalier universitaire vaudois, dem Inselspital und dem Universitätsspital Zürich konzipierte Projekt hat die texturbasierte CT-Kalibrierung zum Ziel und wird nun massgeblich vom Swiss Personalized Health Network (SPHN) gefördert. Das SPHN und der ETH-Bereichsschwerpunkt «Personalized Health and Related Technologies» (PHRT) unterstützen das Forschungsprojekt sowie zwei weitere Projekte mit Beteiligung der Radiologie mit fast 500‘000 Franken.

CT-Rohdaten können aufgrund unterschiedlicher Herstellerspezifikationen, Softwareversionen, Aufnahmeprotokolle, Rekonstruktionsparameter und Auflösungen variieren. Bisherige Kalibrierungsmassnahmen basieren auf dichte-, nicht aber texturbasierten Analysen. Diese spielen jedoch zur Quantifizierung von pathologisch relevanten Biomarkern eine wichtige Rolle.

Im multizentrischen Projekt werden Bildunterschiede in der CT sowie deren Einfluss auf die Quantifizierung analysiert. Das Team um Bram Stieltjes setzt an verschiedenen Kliniken Texturphantome ein, die aufgrund von Lungen-CTs von Patienten dreidimensional gedruckt wurden.

Das Projekt soll es Kliniken ermöglichen, eine Infrastruktur zu schaffen, um Biomarker für CT-Bilder und möglicherweise auch spezifische CT-Protokolle zu harmonisieren, so dass CT-Quantifizierungen unter analogen Bedingungen entstehen können und Daten auch retrospektiv vergleichbar beurteilt werden können.

Die Einrichtung einer solchen Infrastruktur trägt dazu bei, präzisere Diagnosen zu stellen sowie die weitere Entwicklung einer Erkrankung und das Ansprechen auf eine Therapie früher abschätzen zu können.