News aus der Radiologie und Nuklearmedizin

 
11. Juli 2014

Neue 3D-Lasernavigation für hochpräzise interventionelle Eingriffe – bei geringer Strahlenexposition

 

Dank neuartiger Lasertechnologie können am Universitätsspital Basel interventionelle, computertomografisch gesteuerte Eingriffe dreidimensional in überzeugender Präzision gesteuert werden. Gleichzeitig sorgt das in Basel erstmals klinisch eingesetzte Navigationssystem für eine Verminderung der Strahlenexposition und der Eingriffsdauer

Seit Juni 2014 ist an der Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin des Universitätsspitals Basel die weltweit erste Version des 3D-Lasernavigationssystems der Firma Amedo installiert. Das Gerät projiziert einen Laserstrahl auf die Haut entlang der Richtung des Nadelpfads, der somit für den Untersucher visualisiert wird. Computertomografisch (CT) gesteuerte Punktionen erfolgen daher unter präziserer Nadelplatzierung, was eine kürzere Eingriffsdauer und geringere Strahlenexposition ermöglicht. Das Vorgängermodell zur 2D-Navigation konnte diese Vorteile bereits in klinischen Studien für einfache zweidimensionale Zugangswege demonstrieren.

Mit der nun neuen 3D-Version können erstmals auch komplexe Zugangswege in allen Raumrichtungen ausserhalb der transversalen Schichtebene (horizontal zur Körperachse) des CT-Systems realisiert werden. Interventionen können somit einfacher geplant werden, was die Sicherheit des Eingriffs erhöht.

Die ersten Einsätze des neuen Systems in der Interventionellen Radiologie des Universitätsspitals Basel konnten bereits den Nutzen der neuen Technik demonstrieren und sind vielversprechend. Eine weitergehende Evaluation und entsprechende wissenschaftliche Auswertungen werden erfolgen.