Begleitende Massnahmen

Strahlenbehandlungen gegen Krebs führen erfahrungsgemäss zu Nebenwirkungen, die jedoch zumeist nur vorübergehend auftreten. In vielen Fällen sind die Reaktionen auf die Strahlentherapie bereits wenige Wochen nach Ende der Behandlung abgeklungen und heilen folgenlos aus. Um die Behandlung so verträglich wie möglich zu machen, wird Ihnen die betreuende Ärztin oder der betreuende Arzt bei Bedarf Medikamente verschreiben, die Sie bitte genau nach Anweisung einnehmen und anwenden. Wir möchten Ihnen zusätzlich einige Tipps geben, wie Sie Strahlenreaktionen vorbeugen können bzw. wie Sie diese mildern können.

Ernährungstipps bei Strahlenbehandlung im Bereich von Bauch oder Becken

Wenn Sie im Bereich des Bauches oder Beckens bestrahlt werden – zum Beispiel bei Prostata- oder Gebärmutterkrebs - können bei Ihnen Reizungen des Darmes auftreten. Es kann zu Blähungen, Durchfall und Schleim- oder geringfügigen Blutauflagerungen des Stuhlganges kommen. Eventuell spüren Sie einen kräftigen und plötzlichen Stuhldrang.

Um diese unangenehmen Beschwerden zu vermeiden oder zumindest zu lindern, haben wir folgende Empfehlungen für Sie zusammengestellt.

Empfehlungen für Patienten, die keine Nebenwirkungen von der Bestrahlung haben:

  • Essen Sie mehrere kleine Portionen am Tag, das ist weniger belastend für den Darm.
  • Nehmen Sie sich Zeit beim Essen und schneiden Sie es klein.
  • Trinken Sie 1,5 bis 2 Liter am Tag (z.B. Wasser, Eistee, Tee, Joghurt, Suppe, etwas Wein).
  • Essen Sie gekochtes oder gedämpftes Gemüse und regelmässig Früchte.

Bei Blähungen sollten Sie folgende Nahrungsmittel vermeiden oder reduzieren:

  • Zwiebeln, Kohlgemüse (wie Rotkohl, Rosenkohl usw.), Lauch, Paprika, Spargel, Bohnen, Erbsen sowie kohlensäurehaltige Getränke.

Bei Darmreizungen mit starkem Stuhldrang und Durchfall sollten Sie folgende Nahrungsmittel vermeiden oder reduzieren:

  • Starken schwarzen Kaffee (Espresso), Fruchtsäfte, starke alkoholische   Getränke, scharfe Gewürze (wie Sambal Oelek, Pfeffer, Paprika, Curry), Trauben, Nüsse, Kerne, Birchermüesli, grobes Vollkornbrot.

Wenn diese Ernährungsmassnahmen nicht ausreichend nützen, können wir Ihnen lindernde Medikamente verordnen. Bitte informieren Sie uns über Ihre Beschwerden.