Dermatopathologie

Indikationen für die dermatohistologische Untersuchung

  • Unklare klinische Bilder
  • Chronische Erkrankungen, die eine längere, nebenwirkungsreiche Therapie nach sich ziehen
  • Therapie- und Verlaufskontrollen
  • Medizinisch-legale Fragen (Gutachten)

Klinische Angaben

  • Alter und Geschlecht
  • Anamnese
  • Bisherige topische oder systemische Therapien
  • Klinische Beschreibung (Effloreszenzen und deren Verteilung)
  • Lokalisation der Biopsie
  • Entnahmetechnik
  • Frühere Biopsieentnahmen
  • Differentialdiagnose

Biopsieentnahme

  • Unklare entzündliche Hauterkrankungen in unterschiedlichen Entwicklungsstadien, polymorphe Läsionen oder Erythrodermie: multiple Biopsien.
  • Verdacht auf Pannikulitis, Vaskulitis oder Lymphom: ausreichende Länge (mindestens 2–3 cm) und Tiefe des Präparates.
  • Monomorphe Läsionen in disseminierter Verteilung: eine repräsentative Biopsie.
  • Anuläre, zentrifugal wachsende Dermatitiden, Atrophien, Ulzera und blasenbildende Hauterkrankungen: Inzisionsbiopsie im rechten Winkel zum Randgebiet mit Zentrum und Peripherie der Läsion unter Einschluss der gesunden Haut.
  • Leukozytoklastische Vaskulitis oder bullöse Autoimmundermatosen: Haut, Direkte Immunfluoreszenz

Markierung von Biopsien

Falls bei Tumorexzisaten oder Nachresektaten eine Beurteilung der Resektionsränder vorgenommen werden soll, müssen Fadenmarkierungen angebracht werden. Bedeutung der Fadenmarkierung auf dem Einsendeformular vermerken (z.B. Faden bei 12 Uhr, Faden beim tumorfernen Resektionsrand). Bei komplexeren Exzisaten ist eine Skizze sehr hilfreich.