Qualitätsmanagement

Unter Qualitätsmanagement werden alle Tätigkeiten der Institutsleitung verstanden, die im Zusammenhang mit Qualität Ziele und Verantwortlichkeiten festlegen und diese durch Mittel wie Qualitätssicherung und Verbesserungs-Prozesse umsetzen.

Die Pathologie USB ist bei der Schweizerischen Akkreditierungsstelle akkreditiert (STS 0607; SN EN ISO/IEC 17025:2005, SN EN ISO 15189:2013).

Die Pathologie USB unterstützt als Mitglied von Swiss Excellence Forum die Verbreitung ganzheitlicher und nachhaltiger Unternehmensführung im Sinne von Excellence auf Basis des Modells der European Foundation for Quality Management (EFQM).

Im Fokus der ganzheitlichen Qualität nach Excellence stehen unter anderem die Managementprozesse wie Strategieentwicklung, die systematische Nutzung des Mitarbeiterpotentials oder der Auf- und Ausbau strategischer Partnerschaften und Allianzen. Ein zentraler Teil dieser Prozesse ist die Qualität der Leistungserbringung. Aus diesem Grund verfügt das Institut für Pathologie über ein umfassendes Qualitätssicherungsprogramm. Ausdruck unserer ständigen Bemühungen um höchste Qualität sind die vielfältigen internen und externen Qualitätskontrollen.

 

1. Interne Qualitätskontrollen und Qualitätsmanagement

  • Das Qualitätsmanagement histologischer, zytologischer und molekularpathologischer Diagnosen und labortechnischer Standards entspricht den Empfehlungen der Qualitätsrichtlinien der Schweizerischen Gesellschaft für Pathologie
  • Systematische ärztliche Evaluation der Qualität der Schnitte mit Rückmeldung an das Labor
  • Systematische Erfassung und Analyse aller unvorhergesehenen Vorfälle, u.a. mittels dem Critical Incident Reporting System
  • Obligatorische, unabhängige Diagnosebestätigungen aller Erstdiagnosen eines malignen Tumors durch einen zweiten Facharzt für Pathologie
  • Obligatorische, unabhängige Zweitbegutachtung aller Prostatastanzbiopsien durch einen Facharzt für Pathologie
  • Obligatorische, unabhängige Zweitbegutachtung aller Lymphknotenbiopsien durch einen Facharzt für Pathologie (ausser Lymphknotensampling bei Staging von Karzinomen)
  • Obligatorische, unabhängige Zweitbegutachtung aller Brustdrüsenstanzbiopsien durch einen Facharzt für Pathologie
  • Vor-Screening aller gynäkologischen Zytologien durch automatisiertes System (FocalPointTN)
  • Wöchentliche Besprechung von Diskrepanzen in der Zytopathologie
  • Interdisziplinäre Besprechung von ca. 5-10 % der gestellten Diagnosen
  • Interdisziplinäre Besprechungen mit anderen diagnostischen Fachdisziplinen (u.a. Chirurgie, Gastro-Enterologie, Gynäkologie, Hämatologie, Hepatologie, Pädiatrie, Pneumologie, Urologie, Radiologie, etc.)
  • Teilnahme an Tumorboards und prä-/postoperativen/-therapeutischen Fallbesprechungen
  • Regelmässige hausinterne Fortbildung in Form von Biopsiebesprechungen, Staffmeetings und fachspezifischen Kolloquien
  • Systematische interne Audits durch den Qualitätsbeauftragten und den Qualitätsmanager im Rahmen der erteilten Akkreditierung
 

2. Externe Qualitätskontrollen

  • Schweizerische Gesellschaft für Histologie-Technik (SwissHistotech)
  • UK NEQAS Quality Assurance Laboratory, London

    • HER-2 FISH
    • Immunhistochemie (z.B. ALK, DOG1, ER/PR, Immunzytochemie, mismatch-repair-Proteine, Lymphommarker, neuroendokrine Marker)
    • molekulare Detektion von HPV

  • KRAS European External Quality Aassessment Schemes
  • ESP Colon EQA
  • GIST QuIP (Gastrointestinalen Stromatumoren)
  • MSI QuIP (Mikrosatelliten-Instabilität)
  • RAS QuIP (KRAS-NRAS)
  • European Molecular Genetic Quality Network (EMQN)

    • ALK1 FISH
    • ROS1 FISH
    • EGFR Mutationsanalyse
    • KRAS Mutationsanalyse

  • Ringversuche der Deutschen Gesellschaft für Pathologie

    • Antigenrezeptor-Klonalitätsanalyse
    • ALK-Rearrangements bei Lungenkarzinomen
    • BRCAC1 und BRCA2
    • C-KIT/PDGFRA Mutationsanalyse (GIST-Genotypisierung)
    • EGFR Mutationsanalyse
    • HER-2 bei Magenkarzinomen (Immunhistochemie und FISH)
    • HER-2 bei Brustdrüsenkarzinomen (Immunhistochemie und FISH)
    • KI67 Auswertung
    • KRAS Mutationsanalyse
    • Zytokeratintestung mit besonderer Berücksichtigung basaler Zytokeratine