Neues Augenlicht durch bemerkenswertes Implantat

Die Osteo-Odonto-Keratoprothese (OOKP) ist eine Methode, aus einer Zahnwurzel eine Hornhautprothese zu machen. In der Schweiz setzt ausschliesslich das Univer sitätsspital Basel dieses Verfahren bei schwer sehbehinderten oder erblindeten Patienten ein. Die OOKP verhilft den Patienten meist dauerhaft zu neuem Sehvermögen.

Vorteil dieser Methode ist die Verträglichkeit des Implantats. Dem Patienten wird dazu ein Zahn samt Zahnwurzel und dem ihn umhüllenden Kieferknochen mit Knochenhaut herausoperiert. Die Zahnwurzel wird passgenau zurechtgeschliffen und in deren Mitte wird eine Plexiglasoptik eingesetzt.

Diese ungewöhnliche Prothese wird zur Granulierung während einiger Monate ins Bindegewebe des Patienten eingenäht. Nach ca. drei Monaten ist das Implantat bereit und kann als Hornhautprothese eingesetzt werden. Der Erfolg hängt entscheidend von der fein abgestimmten Zusammenarbeit zwischen den Kieferchirurgen und den Augenärzten ab.

«Puls» aus SF vom 20. August 2012

Sehen dank dem Eckzahn

«Puls» sprach mit PD Dr. David Goldblum, Leitender Arzt der Augenklinik des Universitätsspitals Basel, über seine erste selbst eingesetzte Knochen-Zahn-Hornhautprothese und spürte nach, wie es dem betroffenen Patienten nach dem Eingriff geht.

 

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Beitrag in der USB-Mitarbeiterzeitung «Gazzetta»