Brust-Erkrankungen

Die Brustdrüse, auch Mamma genannt, besteht aus Drüsen-, Fett- und Bindegewebe. Bei jedem dieser Gewebe können Veränderungen entstehen, die unterschiedliche Beschwerden verursachen können. Dazu gehören oft gutartige Veränderungen am Bindegewebe, Entzündungen sowie gutartige Tumore (z.B. Fibroadenome). 

Wir behandeln auch Frauen mit erhöhtem Krebsrisiko und bösartigen Brusttumoren (Mammakarzinome). Durch Früherkennung und individueller Beratung liefern wir Betroffenen einen oftmals lebensrettenden Vorsprung im Kampf gegen Brustkrebs. 

Symptome

Veränderungen der Brust können sich durch eine Reihe von Beschwerden zeigen:

  • Schmerzen
  • Spannungsgefühl
  • Berührungsempfindlichkeit
  • Entzündungen von Haut oder Brustwarzen
  • Verhärtungen oder Knoten
  • Verstärkter Ausfluss aus der Brustwarze

Die Symptome können auf unterschiedliche Erkrankungen hinweisen – dahinter muss nicht gleich Brustkrebs stehen.

Krankheitsbilder

Entzündungen (Mastitis)

Eine Entzündung der Brustdrüse kann vor allem während der Stillzeit auftreten. Es handelt sich hierbei um eine bakterielle Infektion, die über die Brustwarze in Milchgänge und Milchdrüsen gelangen kann. Zur Vorbeugung und Behandlung einer solchen Entzündung steht Ihnen unsere Stillberatung zur Verfügung.

Gewebezunahme (Mastopathie)

Es gibt verschiedene Formen der Gewebezunahme, welche je nach Ausprägung nicht unbedingt als Krankheitsdiagnose gelten. Eine beispielsweise zyklusabhängige Grössenzunahme kann jedoch zu Brustschmerzen und Ausfluss führen. Solche Veränderungen sind überwiegend abhängig von Hormonen und können entsprechend medikamentös behandelt werden. Erst bei ausgeprägten Mastopathien wird ein chirurgischer Eingriff notwendig.

Zysten

Zysten sind flüssigkeitsgefüllte Hohlräume und gehören zu den häufigsten gutartigen Befunden von Brust-Erkrankungen. Meist bleiben sie unbemerkt, können aber mittels Ultraschall gut identifiziert werden. Je nach Ursache und Ausprägung werden Zysten unterschiedlich behandelt.

Knoten

Gutartige Wucherungen (Lipome, Fibrodenome) lassen sich meist selbst abtasten oder mithilfe einer Ultraschalluntersuchung weiter definieren. Bei Verdacht auf bösartiges Gewebe kann eine Gewebeprobe (Biopsie) Aufschluss geben.

Regelmässige Selbstuntersuchungen können helfen, Veränderungen frühzeitig zu bemerken. Wir empfehlen, dass jede Frau ab dem 25. Lebensjahr einmal im Monat Brüste und Lymphknoten (Bereich Achselhöhle und Schlüsselbein) selbst abtastet.

Flüssigkeitsabsonderungen (Sekretion)

Flüssigkeitsabsonderungen aus der Brustwarze sind nicht selten, dennoch sollte eine wässrige oder blutige Sekretion abgeklärt werden. Mögliche Ursache können gutartige Wucherungen in der Haut der Milchgänge sein (Papillome). Bei einer Untersuchung der Flüssigkeit kann weiter festgestellt werden, ob es sich um eine gut- oder bösartige Gewebeveränderung handelt.

Tumore

Bei Verdacht auf Tumore kann bei einer Mammografie ermittelt werden, um was für eine Art Tumor es sich handelt – diese Untersuchung ist für eine Früherkennung äusserst hilfreich. Wenn notwendig, kann eine minimalinvasive Gewebeprobe (Biopsie) weitere Details zur Beschaffung des Tumors liefern. Gutartigen Tumore oder Zysten können, bei Bedarf und je nach Grösse und Lage, mit einem kleineren Eingriff entfernt werden. Im Falle eines bösartigen Tumors klären wir über die verschiedenen Therapiemöglichkeiten auf. Im Brustzentrum werden Sie durch unser interdisziplinäres Team durch Behandlung und Nachsorge begleitet.

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