Samen- und Eizellspende

Samenspende

Die Vorbereitung und der Ablauf einer Behandlung mit gespendeten Samenzellen sind nur für Paare möglich und gesetzlich geregelt. Eine Samenspende wird nur dann durchgeführt, wenn Behandlungsverfahren mit eigenen Spermien nicht möglich sind, das heisst, wenn beim Partner oder Ehemann keine Samenzellen vorhanden sind.

Vor der Durchführung einer Samenspende werden  Ablauf und Folgen der Entscheidung, beispielsweise die Vorstellungen des Paares hinsichtlich der genetischen Herkunft des Kindes sowie der eventuellen späteren Mitteilung an das Kind, mit einer Psychologin oder  einem Psychologen besprochen.

Jeder Samenspender wird im Vorfeld der Samenspende stufenweise abgeklärt. Im Rahmen dessen wird eine ausführliche Dokumentation angelegt. Es werden die psychologische und gesundheitliche Eignung evaluiert und umfangreiche Abklärungen vorgenommen (Hormontest, Zeugungsfähigkeit, genetische Risiken und Infektionen). Danach werden Samenproben durch Einfrieren konserviert. Nach einer Quarantäne von mindestens drei Monaten wird eine erneute Evaluation des Infektionsrisikos vorgenommen. Erst nach dieser Absicherung können Samenproben zur Therapie verwendet werden.

Die Rechte des Kindes und des Samenspenders sind gesetzlich festgelegt. Die Geburt eines Kindes nach erfolgreicher Samenspende wird dem Eidgenössischen Amt für Zivilstandswesen in Bern übermittelt. Name, Vorname, Geburtstag, Geburtsort, Wohnort, Heimatort, Nationalität, Beruf und Ausbildung des Samenspenders sind dort über einen Zeitraum von 80 Jahren für das Kind ab dem 18. Lebensjahr abrufbar. Ist ein Kind durch eine Samenspende gezeugt worden, so ist eine Vaterschaftsklage gegen den Samenspender ausgeschlossen. Die Samenzellen eines Spenders dürfen für die Erzeugung von höchstens acht Kindern verwendet werden.

Eizellspende

Im Gegensatz zur Samenspende ist die Eizellspende in der Schweiz noch nicht zugelassen.