Aktuelles

 
4. Oktober 2021

SNF Grant in der Höhe von 908.000 CHF zugesprochen: Er geht an die Kaderärztin Spinale Chirurgie PD Dr. Cordula Netzer und ihr Team

Das Projekt heisst RoLSSroice, was für «Rolle der Wirbelsäulenbelastung in der Pathophysiologie der lumbalen Spinalkanalstenose» steht. Die Ergebnisse der Studie werden erste mechanistische Belege für die Rolle klinischer, radiologischer, funktioneller und biomechanischer Faktoren bei der Belastung der Wirbelsäule und potenzieller Schmerzen liefern.

Mit einem translationalen Ansatz werden klinische, radiologische sowie funktionelle und biomechanische Parameter erfasst und diese mit einem innovativen muskuloskelettale In-silico-Modell abgeglichen. Die Modellierung und In-silico-Experimente mit einem patientenspezifischen Muskel-Skelett-Modell ermöglichen darüber hinaus die systematische Untersuchung der mechanischen Kompensation von Symptomen und Degenerationen zu den anatomischen Strukturen der Wirbelsäule wie der Bandscheiben, Facettengelenk, Bänder und der paraspinalen Muskulatur. Die Kombination von In-vivo-Experimenten mit In-silico-Experimenten stellt eine einzigartige Möglichkeit dar, Erkenntnisse aus systematischen Experimenten unter Berücksichtigung biologischer Messungen auf den Patienten, die Patientin zurück zu übertragen. Die Bestätigung des Zusammenhangs zwischen klinischen, radiologischen, funktionellen und biomechanischen Faktoren und lokaler Belastung wird die notwendige Evidenz für die Nutzung des in diesem Projekt verwendeten Rahmens für die Diagnostik, Behandlungs- und Rehabilitationsplanung bei Patientinnen und Patienten mit LSS und die Vorhersage des Ergebnisses bestehender und neuer Therapien liefern.

Die auf den Ergebnissen basierenden Empfehlungen werden sich direkt auf die Behandlung von Patientinnen und Patienten in der Klinik auswirken, indem patientenspezifische Parameter identifiziert werden, die für grosse lokale Belastungen verantwortlich sind. An Hand dieser Parameter soll eine evidenzbasierte und letztlich individualisiertes Behandlungskonzept abgeleitet werden, was das Risiko von Symptomen und/oder Stenose nach der Operation reduzieren hilft. 

Ebenfalls Beitragsempfänger: 

Prof. Stephen Ferguson, Institut für Biomechanik ETH Zürich, 8093 Zürich

Projektpartnerinnen und Projektpartner:

  • Prof. Stefan Schären, Chefarzt Spinale Chirurgie, Universitätsspital Basel
  • Prof. Annegret Mündermann, Funktionelle Biomechanik Universitätsspital Basel 
  • Dr. Dominika Ignasiak, Institut für Biomechanik ETH Zürich, 8093 Zürich
  • Dr. Soheila Aghlmandi, Institut für klinische Epidemiologie und Biostatistik Universitätsspital Basel
  • Dr. Friedericke Prüfer, Pädiatrische Rheumatologie Abteilung Pädiatrie Universitäts-Kinderspital beider Basel
  • Dr. Dorothee Harder, Muskuloskelettale Radiologie, Klinik für Radiologie uns Nuklearmedizin, Universitätsspital Basel

Die Leiterin des Projekts PD Dr. Cordula Netzer ist Kaderärztin Spinale Chirurgie und stellvertretende Leiterin des Wirbelsäulenzentrums. Ihr klinischer Schwerpunkt ist die Spinale Tumorchirurgie und ihr Forschungsschwerpunkt ist die Spinalkanalstenose.

Der SNF Grant:

Der Schweizerische Nationalfond fördert herausragende Forschung an den Hochschulen - von der Physik über die Medizin bis zur Soziologie. Ziel ist das Schaffen von Wissen für eine bessere Zukunft aller Menschen.

 
«Auszeichnung» vom 16.09.2021

SGS-Preis des 21. Kongress der Schweizer Gesellschaft für Spinale Chirurgie

Dr. Corina Nüesch wurde beim diesjährigen 21. Kongress der Schweizer Gesellschaft für Spinale Chirurgie in Winterthur für den besten Podiumsvortrag ausgezeichnet. Dr. Nüesch referierte zum Thema “Differences in kinematics and electromyographic patterns during walking between patients with symptomatic lumbar spinal stenosis and healthy controls”. In dieser Arbeit absolvierten 20 Patienten mit lumbaler Spinalkanalstenose und 19 gesunden Probanden einen 30-minütigen Gehtest. Das Forscherteam konnte zeigen, dass die Patienten langsamer gehen und eine kontinuierlichere Aktivierung der Rückenmuskulatur aufweisen als gesunde Kontrollpersonen. Ausserdem wurde bei Patienten eine Zunahme der Aktivierung der Rückenmuskulatur gegen Ende des Gehtests beobachtet, was ein Hinweis auf eine Ermüdung der Muskulatur oder auf eine Strategie zur Schmerzlinderung bei längeren Gehbelastungen sein kann. Die klinische Relevanz dieser Ergebnisse wird in Folgestudien näher untersucht (Co-Autoren:  F. Mandelli, P. Przybilla, S. Schären, C. Netzer, und A. Mündermann).

 
«ARTE Re:» vom 13.08.2021

Den Rücken stärken

Rückenschmerzen sind eine Volkskrankheit. Als letzter Ausweg bleibt in einigen Fällen nur eine Operation. das Reportagemagazin des Senders «ARTE» war am Universitätsspital Basel im Wirbelsäulenzentrum zu Gast. 

 

Zum Bericht von Arte: Der Basler Teil beginnt bei 11:21
Zum Bericht von ZDF: Der Basler Teil beginnt bei 10:39

 
«Rezertifizierung» vom 31.03.2021

USB als AOSpine Center rezertifiziert

Das Universitätsspital Basel wurde für weitere drei Jahre als eines von drei AOSpine Center in der Schweiz rezertifiziert.

AOSpine ist die international führende akademische Wirbelsäulengesellschaft.

 
«Vortrag» vom 15.08.2019

Die alternde Wirbelsäule: Was kann man 2019 dagegen tun?

Im Rahmen der öffentlichen Vortragsreihe des Unispitals Basels «Mehr Wissen» vom 15. August 2019 hat Prof. Schären einen Vortrag über «Die alternde Wirbelsäule: Was kann man 2019 dagegen tun» gehalten.

 

Die Folien dazu finden Sie unter diesem Link

 
Kongress der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft (DWG) vom 30. Nov. bis 2. Dez. 2017 in Stuttgart

Preisträgerin und Preisträger Spinale Chirurgie

Klicken Sie auf die Illustration für eine grösser Ansicht.

Am 12. Jahreskongress der Deutschen Wirbelsäulen Gesellschaft (DWG) vom 30. November bis 02. Dezember in Stuttgart wurde die Arbeit von Jeroen Geurts und Cordula Netzer der Spinalen Chirurgie mit dem ersten Posterpreis ausgezeichnet. Der DWG-Kongress ist der mit Abstand grösste Kongress für Wirbelsäulenspezialistinnen und -spezialisten in Europa.

Dr. Jeroen Geurts, Forschungslaborleiter Spinale Chirurgie und Dr. Cordula Netzer, Oberärztin Spinale Chirurgie erhielten den mit 1000 Euro dotierten 1. Posterpreis für Ihre Präsentation : 3D-Visualisierung des Kollagengehalts in humanem osteochondralen Gewebe von lumbalen Facettengelenksbiopsien mithilfe Phosphowolframsäure-verstärkter Mikro-Computertomographie

Das Forschungsteam hat erfolgreich eine neue innovative und kostengünstige Technik zur dreidimensionalen Darstellung der Gelenkzerstörung in der Wirbelsäule entwickelt. Diese Technik bietet viele Vorteile im Vergleich zu der routinemässigen histologischen Aufarbeitung: 1) Klinische Biopsien werden während Aufarbeitung nicht zerstört, 2) die gesamte Aufarbeitung ist etwa zweifach schneller und 3) Untersuchungen sind in drei anatomischen Ebenen ermöglicht.

Die Forscher werden diese Technik in Zukunft anwenden um die Änderungen im Knorpel- und Knochengewebe und Knochenmark bei Wirbelsäulenerkrankungen präzise zu verfolgen.

 

Abstract
https://www.dwg.org/vortrags-und-posterpreise/ 

 
«Kongress der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft (DWG)» vom 1.-3. Dezember 2016

Preisträgerin und Preisträger Spinale Chirurgie

Am 11. Jahreskongress der Deutschen Wirbelsäulen Gesellschaft DWG vom 1. bis 3. Dezember in Hannover wurden zwei Mitarbeitende der Spinalen Chirurgie mit einem Preis ausgezeichnet. Der DWG Kongress ist der mit Abstand grösste Kongress für Wirbelsäulenspezialistinnen und -spezialisten in Europa.
 
Dr. Cordula Netzer, Oberärztin, und Dr. Jeroen Geurts, PhD Departement Biomedical Engineering/Spinale Chirurgie, erhielten den mit CHF 5000 dotierten Georg-Schmorl-Preis für die Arbeit «Osteogenes Potential von Beckenkamm- und Facettengelenks-Autografts. Ein in vitro-Vergleich».

Max Gay, PostDoc, wissenschaftlicher Assistent, erhielt den 2. Vortragspreis in der Best of Session für die Arbeit «Nasale Chrondrocyten als potentielle autologe Zellquelle zur Behandlung der degenerativen Bandscheibenerkrankung».

Fotos: Copyright «Conventus GmbH»

 
«Symposium » vom 4.-5. November 2016

«BBB Spine Meeting on Tumor and Osteoporosis» erstmals in Basel

Bereits viermal hat das bisherige BB-Spine Meeting im Wechsel in Budapest und Bologna stattgefunden. In diesem Jahr fand der Kongress erstmals in Basel statt. Und so mutierte das «BB» zum «BBB» Spine Meeting.
Die beiden Initiatoren Prof. Stefano Boriani (Bologna, Italien – Rizzoli Institut) und Dr. Peter Varga (Budapest, Ungarn – Budapest Health Center) gelten als international renommierte Experten im Bereich der Wirbelsäulen-Tumorchirurgie. Sie hatten das Meeting seinerzeit ins Leben gerufen, um eine Plattform zur Diskussion und Wissensvermittlung zu bieten, und nicht zuletzt ein Netzwerk zu schaffen um problemorientierte Lösungen für komplexe medizinische Fragestellungen zu erarbeiten.

Zum fachlichen Schulterschluss und Wissenstransfer diente das «5th Bologna-Budapest-Basel Spine Meeting on Tumors & Osteoporosis» in Basel. Die wissenschaftliche Programmgestaltung und Organisation erfolgte durch die Ideengeberin zum «BBB» Dr. Cordula Netzer, Oberärztin Spinale Chirurgie am Unispital Basel. Eingeladen wurden die führenden Vertreter der internationalen Wirbelsäulen-Tumorchirurgie, welche zur Freude der Veranstalter ausnahmslos zusagten und nach Basel kamen. So konnten am 4. und 5. November 35 Referenten aus 14 verschiedenen Nationen begrüsst werden.

 

Lesen Sie hier, welche Schwerpunkte am Symposium behandelt wurden:
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