Orthopädische Weiterbildung am Unispital Basel

Unsere Klinik für Orthopädie und Traumatologie am Universitätsspital Basel hat ein hohes Commitment für die ärztliche Weiterbildung. Für uns ist dabei Wissensvermittlung eine Kernaufgabe einer universitären Institution und gehört für uns als einer der tragenden Pfeiler in den klinischen Alltag. 

Unsere Klinik hat die Weiterbildung (WB) als «protected time» in den Klinik-Alltag eingebettet. Jeden Mittwoch morgen zwischen 8.15 und 12.15 Uhr findet eine vierstündige WB-Veranstaltung mit einem strukturierten, PASS-unterstützten Zweijahresprogramm statt, bestehend aus Fachkolloquium, Anatomie Tutorial, Fallbesprechungen, Journal Club, wissenschaftliche Weiterbildung und Symposien (Beschreibung s. unten). Diese Veranstaltung ist das «Herz» des WB-Programms. Weitere kleinere Veranstaltungen durchdringen den klinischen Alltag über die gesamte Woche. Damit entwickelt sich auch eine «Teaching-Kultur» im OP und in den Sprechstunden respektive auf den Visiten.

Als erste Klinik Europas haben wir 2020 das Programm PASS von Orthobullets eingeführt. Jeder Assistenzärztin und jedem Assistenzarzt wird seitens der Klinik ein PASS-Account zur Verfügung gestellt. Dieses Programm erlaubt es, die Weiterbildung für jede Assistentin und jeden Assistenten individuell gemäss Ausbildungstand zu strukturieren mit gleichzeitiger Analyse und Reporting an die Weiterbildungsleiter und Feedback für den Weiterbildungskandidaten. Neben den vier Stunden Mittwoch-Morgen-Weiterbildung erhalten alle Weiterbildungskandidaten von PASS zusätzlich einen personalisierten Lernplan gemäss Weiterbildungsjahr und Team-Rotation. Nach diesem Plan stellt PASS über die Orthobullets-Seite täglich 30 Minuten Wissensmaterial (Literatur, Guidelines, Keypaper, inklusive zwei bis fünf MC Fragen etc.) zur Verfügung, welche von der Kandidatin oder dem Kandidaten bearbeitet werden können.

Im diesjährigen Bericht zur Weiterbildung der SIWF (Schweizerisches Institut für Weiterbildung und Fortbildung) wurden wir auch in jeder beurteilten Kategorie besser als der schweizerische Durschnitt bewertet, was uns in unserem Bestreben bestätigt und bestärkt, diesen ambitionierten Weg weiterzugehen.