Eine Klinik – zwei Standorte

Am Universitätsspital Basel ist die Chirurgie des Bewegungsapparates in einer Klinik zusammengefasst (ausgenommen Handchirurgie). Die Klinik für Orthopädie und Traumatologie ist sowohl zuständig für Patientinnen und Patienten mit akuten Verletzungen nach Unfällen – wie zum Beispiel Knochenbrüche, Muskel- oder Sehnenrisse bis hin zu schweren Mehrfachverletzungen, den sogenannten Polytraumata, – aber auch für Patientinnen und Patienten mit degenerativen Leiden, wie zum Beispiel Arthrose an Hüfte, Knie oder Schulter, Risse der Rotatorenmanschette, Fussdeformitäten. Als Zentrumsspital der Nordwestschweiz werden in unserer Klinik auch Infektionen und Tumore des Bewegungsapparates behandelt.

Fachgebiete und Spezialisierungen

Auf Ebene der Kaderärzte, also dem Chefarzt, den Leitenden Ärzte sowie den Teamleitern ist die Subspezialisierung ausgeprägt und die Klinik ist diagnose-spezifisch, oder aber per Organteams organisiert: Schulter/Ellbogen, Hüfte, Knie, Fuss, Sport, Trauma, Infekte, Tumoren. Auf Ebene der Assistenz- und OberärztInnen spielt ein Rotationssystem, das heisst die Ärztinnen und Ärzte arbeiten im Turnus mit regelmässigen Abständen in sämtlichen Spezialisierungen und eignen sich damit bestens fundiertes Wissen und Fähigkeiten in unserem Fachgebiet an, bevor sie sich dann ihrerseits spezialisieren. Damit können wir unsere verantwortungsvolle Aufgabe als Aus- und Weiterbildner von Ärztinnen und Ärzten für unser Land optimal wahrnehmen.

Zwei Behandlungspfade zur optimalen Versorgung unserer Patientinnen und Patienten

Patientinnen und Patienten mit akuten Verletzungen und Patienten mit chronischen Leiden haben ein sehr unterschiedliches Bedürfnisprofil an die Ärztin oder den Arzt und an die Behandlungsabläufe. Patientinnen und Patienten mit einer mehr und mehr schmerzhaften Hüftarthrose brauchen einen erfahrenen Arzt, der immer wieder für sie da ist, der sie berät, ihnen die Behandlungsoptionen darlegt, die nötigen Abklärungen koordiniert, sie gegebenenfalls zur Operation vorbereitet und diese auch kompetent durchführt.

Termine müssen gut geplant, den Möglichkeiten des Patienten angepasst und verbindlich sein; das Umfeld sollte ruhig sein, vertrauenserweckend, zuvorkommend. Viele dieser Kriterien gelten für Patientinnen und Patienten, welche unverhofft Opfer eines Unfalls geworden sind, nur sehr eingeschränkt. Hier ist 24-Stunden-Bereitschaft gefragt, hohe Flexibilität, Verfügbarkeit von Spezialisten vor Ort innert kürzester Zeit, Interdisziplinarität innerhalb der Abklärungs- und Behandlungsketten. Beide «Behandlungspfade» sind im klinischen Alltag oft schwer übereinander zu bringen.

Eine viele Monate geplante Operation, welche kurzfristig «wegen eines Notfalls» abgesagt werden muss, stellt ein Szenario dar, das alle möglichst vermeiden möchten. Wir haben deshalb diese beiden Behandlungspfade in unserer Klinik konsequent getrennt und auf zwei Standorte aufgeteilt: elektive, gut planbare Behandlungen und Operationen am Bewegungsapparat finden in der Orthopädie Klinik am Bethesda Spital statt, Notfallbehandlungen (Traumatologie) und komplexe Behandlungen wegen Infektionen oder Tumoren am Universitätsspital. Damit haben wir die internen Abläufe optimieren und stabilisieren können und werden den Bedürfnissen unserer Patientinnen und Patienten besser gerecht.

 
 

Übersicht aller Sprechstunden

 

Unfallchirurgie / Traumatologie

 

Orthopädie Klinik am Bethesda Spital