11. Januar 2022

Neue Ansätze in der Behandlung der Binge-Eating-Störung

Prof. Simone Munsch, Klinische Psychologie und Psychotherapie, Departement für Psychologie, Universität Fribourg

 

Essen ohne Hunger oder anfallsartiges Essen wie bei Loss of control eating (LOC) oder der Binge-Eating-Störung (BES), beginnen häufig im Kindesalter, werden jedoch meist erst während der Adoleszenz oder im Erwachsenenalter erkannt und behandelt. Aktuelle Ergebnisse der Ursachen- und Behandlungsforschung weisen auf die Relevanz von störungsspezifischen und transdiagnostischen ätiologischen Faktoren hin. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Fähigkeit zur Emotionsregulation, die mit psychophysiologischen Korrelaten des Erlebens von Stressoren assoziiert ist.

Der Vortrag gibt einen Überblick über experimentelle Untersuchungen und Interventionsstudien, die unter Einbezug neuer Technologien in der Arbeitsgruppe für Klinische Psychologie und Psychotherapie der Universität Fribourg sowie am «digital psychotherapy lab (DPL)» durchgeführt werden.