08. November 2022

Was wäre, wenn wir die Verbindungen der Darm-Hirn-Achse mit ihren Auswirkungen auf Signalprozesse des Immun- und Hormonsystems ernst nehmen würden und hinter das Symptom des Reizdarmes schauen würden?

Dr. med. Christiane Rosin, Klinik für Psychosomatik, Universitätsspital Basel

 

Wie könnte sich unsere Praxis ändern, wenn wir die Relevanz des Mikrobioms und der zugehörigen Mind-Body Strukturen für Konzepte der Entzündungsmedizin und Neurodegeneration anerkennen würden? Welche therapeutischen Konzepte aus dem Bereich Ernährung, Stressmedizin, Psyche und Identität könnten sich dann für die Behandlung der „disorders of gut brain interaction“ wie z.B. das Reizdarmsyndrom und zahlreiche andere Zivilisationserkrankungen ergeben?

An welchen Stellen gibt es hierfür Strukturen in der Schulmedizin, an welchen Stellen ergeben sich Unklarheiten oder gar Schwierigkeiten aufgrund unserer bisherigen Denk- und Vorgehensweisen, und wie können diese in einem Shared decision Modell mit Patienten und Patientinnen diskutiert werden? Ist das überhaupt möglich? Falls Sie Lust haben, mit mir zusammen hinter das Symptom Reizdarm zu sehen, dann verspreche ich Ihnen, nicht allzu häufig über Stuhlgang zu sprechen.

Anmeldelink zur aktuellen Dienstagmittag-Fortbildung hier