02. Dezember 2019

Achtsamer Kontrastmitteleinsatz

«Auntminnie» Eine Basler Studie hat den Einfluss von Gadolinium-basierten Kontrastmitteln auf die Atmung untersucht. Radiologen unseres Forschungsteams verglichen Kontrastmittel, die zur MRT der Leber eingesetzt werden. Sie kamen zum Schluss, dass die Mittel zu unterschiedlich starken Atmungsveränderungen und Leberbewegungen führen. Ihre jüngst publizierten Ergebnisse wurden sogleich vom radiologischen Fachforum Auntminnie aufgegriffen.

 

Die Forschungsgruppe der abdominellen und onkologischen Diagnostik von Prof. Daniel Boll mit Dr. Carl Glessgen als Erstautor verglich den Einsatz von zwei Gadolinium-basierten Kontrastmitteln in der MRT zur Diagnostik der Leber: Gadoxetat-Dinatrium und Gadoterat-Meglumin. Aufgrund der Daten beider Gruppen (insgesamt: 497 Patienten) konnte sie feststellen, dass beide Mittel zu Veränderungen der Atmung und in der Folge zu Bewegungen der Leber führten. Die Atmungsveränderungen unterschieden sich hinsichtlich ihrer Intensität, des Zeitpunkts des Ausbruchs und der Dauer.  

Das von den Basler Wissenschaftlern nachgewiesene Resultat wurde in der Fachzeitschrift Radiology (November, Bd. 293: 2, S. 317–326) publiziert und sogleich vom radiologischen Fachforum Auntminnie rezipiert. Zwar haben schon frühere Forschungen auf Gadolinium-basierte Kontrastmittel bezogene Atembewegungen untersucht, aber nur wenige Studien haben Veränderungen der Atmung analysiert, die durch Gadoxetat-Dinatrium verursacht werden, oder Kontrastmittel verglichen. Die Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin setzt mit dieser Arbeit ihre Forschung zum achtsamen Kontrastmitteleinsatz fort – bereits 2018 war eine Basler Big Data-Studie zur Ablagerung von Gadolinium breit rezipiert worden.

» zum Artikel «Be mindful of respiratory, motion issues with GBCAs» in Auntminnie vom 22.10.2019
» zum Online-Artikel «Gadoxetate Disodium versus Gadoterate Meglumine: Quantitative Respiratory and Hemodynamic Metrics by Using Compressed-Sensing MRI» in Radiology
» zum News-Eintrag «Basler RSNA-Beiträge in den Medien» vom 30.11.2018