18. März 2014

Bindung und Selbstsorge bei Patienten mit Mehrfacherkrankungen

Prof. Dr. Jochen Gensichen Universitätsklinikum Jena, Institut für Allgemeinmedizin

 

Die Selbstsorgefähigkeit (bzw. das “Selbstmanagement”) der Patienten gilt als entscheidender Einflussfaktor bei chronischen Erkrankungen. Mit Hilfe der Bindungstheorie sollen aus einer entwicklungspsychologischen Perspektive interindividuelle Unterschiede der Selbstsorge beschrieben werden. Eine prospektive Beobachtungsstudie untersucht dazu die Zusammenhänge zwischen Bindungsstilen und Selbstsorgefähigkeiten bei hausärztlich versorgten Patienten mit chronischen Mehrfacherkrankungen. 200 Patienten mit Diabetes Typ II, Hypertonie und einer weiteren chronischen Erkrankung im Alter zwischen 50-85 Jahren werden dazu im Abstand von jeweils 12 Monate interviewt. Zielgrössen sind die Selbstsorgefähigkeit, die medikamentenbezogene Compliance, die Nutzung des medizinischen Versorgungssystems, und die Lebensqualität etc.. Als Kovariaten werden der Schweregrad der Erkrankungen, das Alter und die Depressivität der Patienten berücksichtigt. Die Ergebnisse bieten eine erste Beschreibung von Bindung und Selbstsorgefähigkeiten bei Patienten mit chronischen Mehrfacherkrankungen.

Vortragspräsentation zu «Bindung und Selbstsorge bei Patienten mit Mehrfacherkrankungen»

Bindung und Selbstsorge bei Patienten mit Mehrfacherkrankungen