08. Mai 2020

Die Heart Rhythm Society mit brandaktuellen Resultaten aus Basel

Die Forschenden der Kardiologie des Universitätsspitals Basel und des CRIB präsentieren neue Erkenntnisse aus der Swiss-AF-Kohorte. Diese untersucht unter anderem den Zusammenhang zwischen Vorhofflimmern und kognitivem Niedergang. Im Zentrum steht dabei das Phänomen der sogenannten stillen Hirninfarkte.

 

An der late breaking clinical trials Session der Heart Rhythm Society (HRS) stellen die Forschenden um Prof. Mischa Kühne und Prof. Stefan Osswald Erkenntnisse aus der Multicenter-Kohortenstudie vor. Dort beobachten sie das Auftreten von stillen Infarkten sowohl bei Patientinnen und Patienten, die antikoaguliert sind, als auch bei solchen, die keine Blutverdünner nehmen. 5.5 Prozent der Patienten mit Blutverdünnern erlitten zwischen zwei im Abstand von 24 Monaten durchgeführten MRI einen als Hirnläsion nachweisbaren Infarkt. Patienten mit einem neuen Hirninfarkt hatten zudem nach 2 Jahren eine schlechtere Hirnleistung in neurokognitiven Tests. Daraus leiten die Forschenden ab, dass möglicherweise geprüft werden muss, ob bei gewissen Patienten neben Blutverdünnern auch noch weitere Therapien zur Prophylaxe von Hirninfarkten eingesetzt werden müssen. An der Studie nahmen 1'227 Patientinnen und Patienten im Alter von über 65 Jahren teil. 68 erlitten im Beobachtungszeitraum einen Hirninfarkt, davon verliefen 58 (85%) stumm.

Die Online-Session der HRS ist ab Samstag 9.5.2020 17 Uhr MEZ hier zu sehen.