31. Oktober 2012

Helpline «FamilyStart» beider Basel

Das Hebammen-Netzwerk «Family Start beider Basel» bietet Familien mit Neugeborenen nach Spitalaustritt eine 12-Stunden-Helpline und professionelle Hausbesuche während 365 Tagen im Jahr. Nach einer Geburt verlassen Mutter und Neugeborenes das Spital heute im Durchschnitt nach drei bis vier Tagen. Um ihnen auch zu Hause eine sichere, bedürfnisgerechte und koordinierte Betreuung zu gewährleisten, schliessen die Frauenklinik am Universitätsspital Basel und das Bethesda Spital Basel als erste Kliniken der Schweiz einen Leistungsvertrag mit einem Hebammen-Netzwerk ab.

 

Der Trend zu einer Verkürzung des Spitalaufenthaltes ist durch medizinischen Fortschritt und kulturellen und soziologischen Wandel bedingt. Diese im Grunde positive Entwicklung führt jedoch dazu, dass die erste Zeit zu Hause mit einem Neugeborenen oft unterschätzt wird. Kern des Projekts «FamilyStart» ist darum die Koordination einer nahtlosen Betreuung von Familien nach der Geburt. Für das Pilotprojekt in Basel-Stadt und Basel-Landschaft betreiben ab dem 1. November vierzig erfahrene Hebammen abwechselnd die Telefon-Helpline für Eltern – täglich von 8 bis 20 Uhr. Damit gewährleisten sie eine professionelle Koordination, Beratung und häusliche Nachsorge an 365 Tagen im Jahr.

Koordinierte Betreuungsdienstleistungen

Unter der Telefonnummer 0848 622 622 beantworten die Hebammen bei «FamilyStart» Fragen rund um Gesundheit und Pflege von Mutter und Neugeborenem. Je nach Situation organisieren sie Hausbesuche durch eine Hebamme oder sorgen für die Weitervermittlung zur Mütter-Väterberatung und zu ärztlichen Diensten. In Stresssituationen sind sie eine niederschwellige Anlaufstelle und beraten junge Familien zu Entlastungsangeboten wie Spitex-Haushaltshilfe oder Mahlzeitendiensten.

Bedürfnisgerechte Nachbetreuung

Da sich die Betreuung nach der Geburt eines Kindes zunehmend vom spitalinternen in den spitalexternen Bereich verlagert, initiierte Esther Sackmann Rageth als Fachbereichsleiterin Spezialkliniken am Universitätsspital Basel vorausschauend die erweiterte Zusammenarbeit mit spitalexternen Fachpersonen. «Mit der Helpline «FamilyStart» beider Basel unterstützt das Universitätsspital Basel auch nach einem kurzen Spitalaufenthalt eine nahtlose Weiterbetreuung von Familien mit Neugeborenen im Raum Basel», erklärt sie. «Die Hausbesuche haben eine präventive Wirkung. Sie geben der Familie Sicherheit und verhindern Notfallkonsultationen und Wiedereintritte ins Spital». Für Klientinnen des Universitätsspitals Basel und des Bethesda Spitals Basel ist die Helpline zum Lokaltarif verfügbar.

Wertvolle Hausbesuche

 

«Bedarfsanalysen bei Fachpersonen und betroffenen Eltern haben gezeigt, dass ein einfacher Zugang zur Betreuung für Eltern und Spitäler sowie unkomplizierte Hausbesuche das A und O für einen gelingenden Start der Familie sind», hält Dr. Elisabeth Kurth vom Institut für Hebammen der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW fest. «Dadurch lassen sich Risiken für die physische und psychische Gesundheit minimieren und ein gesunder Lebensstart fördern.» Elisabeth Kurth hat das Projekt «FamilyStart» zusammen mit freipraktizierenden Hebammen entwickelt. Daraus ist der Pilot «FamilyStart» beider Basel entstanden. Auch für die Region Zürich soll das Angebot einer «FamilyStart»-Helpline entwickelt werden.

Das Pilotprojekt «FamilyStart» beider Basel wird durch das Schweizerische Tropen- und Public Health-Institut, das Institut für Hebammen der ZHAW, das Institut für Pflegewissenschaften der Universität Basel sowie die Berner Fachhochschule wissenschaftlich begleitet.

 

Medienstellen

Dr. Sabina Heuss, Stv. Leiterin Marketing & Kommunikation, Universitätsspital Basel:
Telefon 061 556 59 73, sheuss@anti-clutteruhbs.ch

Alexandra Salvisberg, Kommunikation und Marketing, Bethesda Spital Basel:
Telefon 061 315 21 40, alexandra.salvisberg@anti-clutterbethesda.ch

José Santos, Leiter Kommunikation ZHAW Departement Gesundheit:
Telefon 058 934 63 84, jose.santos@anti-clutterzhaw.ch