18. Januar 2016

Infotag des Tumorzentrums mit neuen Erkenntnissen zum Thema Krebs

Unter dem Titel «Gemeinsam mehr Chancen» findet am Samstag, 23. Januar, die zweite Ausgabe des Infotags am Tumorzentrum des Universitätsspitals Basel statt. Nach der Première im Herbst 2014 liegt der Fokus diesmal auf der Forschung in der Onkologie. An zahlreichen Vorträgen und Infoständen können sich Interessierte über die neusten Behandlungsmethoden am Tumorzentrum informieren.

 

Das Tumorzentrum des Universitätsspitals Basel (USB) lädt am Samstag zum zweiten Mal zu einem Infotag ein. Der Anlass findet statt am 23. Januar von 10 bis 16 Uhr im Zentrum für Lehre und Forschung (ZLF) an der Hebelstrasse 20 in Basel. Die Teilnahme ist kostenlos. Eröffnet wird die Veranstaltung mit einer Grussbotschaft von Schirmherr Dr. Lukas Engelberger, Vorsteher des Gesundheitsdepartements des Kantons Basel-Stadt.

Am Infotag des Tumorzentrums können sich Interessierte aus erster Hand über verschiedene Therapieformen bei Krebserkrankungen informieren. An den Informationsständen der 11 Organtumorzentren besteht die Möglichkeit, die Angebote des Tumorzentrums näher kennenzulernen. Spezialistinnen und Spezialisten beantworten Fragen und orientieren über die Behandlungsmöglichkeiten von Krebserkrankungen. Auch Angebote wie die Ernährungsberatung, die Palliativmedizin, die Psychoonkologie oder die Schmerztherapie sind mit Ständen vertreten.

Über den ganzen Tag stehen zahlreiche Vorträge auf dem Programm. Der Fokus der Referate liegt auf der Forschung in der Onkologie. So werden unter anderem Aspekte der Ethik in der Forschung beleuchtet. Ausserdem geht es um die Entwicklung neuer Krebstherapien sowie um neue Therapieansätze wie die molekulare Therapie oder die Immuntherapie. Das Schwerpunktthema der Vorträge lautet «Heilung bei Krebs? Kein Fortschritt ohne Forschung».

Eindrückliche Patientengeschichten

Besonders hervorzuheben sind die Schilderungen von zwei Patienten, die über die Behandlung ihrer Krebserkrankungen und ihre positiven Erfahrungen mit klinischen Studien berichten werden. So wird ein Patient erzählen, wie er nach einem Autounfall ohne nennenswerte Verletzungen ins Spital kam. Jedoch eröffnete ihm das Röntgenbild den niederschmetternden Befund eines metastasierenden Lungenkrebses.

Auf diese Diagnose folgten Chemotherapie und Bestrahlung, doch der Zustand des Patienten verschlechterte sich. So wurde eine Immuntherapie vorgeschlagen, mit der die Immunabwehr gegen Tumore mobilisiert werden kann. Diese bahnbrechende Therapie ist vor allem der Durchführung von klinischen Studien zu verdanken, bei denen neue Medikamente geprüft und den Patienten rasch zugänglich gemacht werden.

Die Immuntherapie half nicht nur, den Tumor unter Kontrolle zu bekommen, sondern bewirkte auch, dass sich der Patient sofort besser fühlte, ohne dass grössere Nebenwirkungen auftraten. Nun setzt sich der 75-Jährige dafür ein, dass auch andere Patientinnen und Patienten über den medizinischen Fortschritt und neue Therapiemöglichkeiten im Bild sind.