18. Dezember 2014

Kommunikation zwischen Hausarztpraxis und Spital – Room for Improvement?

Prof. Dr. Andreas Zeller Universitätsspital Basel, Lehrstuhl Hausarztmedizin

 

Eine Schnittstelle ist der Verbindungs- oder Berührungspunkt von Systemen, die miteinander kommunizieren bzw. die zusammenarbeiten. Jede Schnittstelle verlangt nach einer Struktur, nach einem Ziel, muss bedient und verwaltet werden. Der Patientenweg, welcher von der Hausarztpraxis ins Spital und von dort (eventuell über eine Rehabilitation) wieder zum Hausarzt zurückführt ist ein Paradebeispiel für eine solche Schnittstelle. Zentral ist der Informationsfluss beziehungsweise die Anfälligkeit des Systems, dass auf dem Patientenweg wiederkehrend wichtige Informationen verloren Prof. Dr. Andreas Zeller Universitätsspital Basel, Lehrstuhl Hausarztmedizin gehen. Dies geschieht primär nicht absichtlich, sondern entsteht häufig auf Grund von organisatorischen Abläufen, welche möglicherweise gar nicht oder nur teilweise erkannt werden. Auf Grund meines Werdegangs kenne ich den Patientenweg sowohl aus der Spitalwarte wie auch aus der Sicht des Hausarztes. Ich werde versuchen, diesen wichtigen Aspekt evidenz-basiert vorzustellen und mir Gedanken zu Lösungsansätzen machen.

Biografie

Andreas Zeller, Facharzt für Innere Medizin, studierte an der Universität Basel. Im Rahmen eines Forschungsaufenthalts 2004/2005 in England an der Academic Unit of Primary Health Care/ University of Bristol beschäftigte er sich mit Medikamenten- Compliance bei chronischen Erkrankungen. Seit 2010 arbeitet er als Hausarzt in Basel. 2014 erhielt er die klinische Professur für Hausarztmedizin am USB und ist weiterhin als Grundversorger tätig. Sein wissenschaftliches Interesse gilt Fragen der hausärztlichen Grundversorgung mit Schwerpunkten im Bereich der kardiovaskulären Primär- und Sekundärprophylaxe, Multimorbidität und Chronic Care (Patient-Centered Outcome Research).