22. März 2016

Kontextfaktoren in der Schmerztherapie

Dr. med. Andreas Kopf, LA Hochschulambulanz für Schmerz und Palliativmedizin, Klinik für Anästhesiologie. Visiting Professor, Dept. of Medical Physiology, University of Nairobi Charité Universität, Berlin (D)

 

Die Begriffe «unspezifische Therapieoptionen» oder «Kontextfaktoren» sind besser als der Begriff «Plazebo» geeignet, alle über die eigentlichen Effekte der analgetischen Therapieverfahren hinausgehenden Einflüsse zu beschreiben.

Während der Begriff «Plazebo» früher häufig als Synonym für Einbildung oder Wirkungslosigkeit verwendet wurde, weisen die neuen Erkenntnisse aus der Hirnforschung darauf hin, dass der Plazeboeffekt physiologische Vorgänge im Gehirn auslöst, welche die Wirkungen einer Therapie imitieren und verstärken oder abschwächen können. Die Plazebowirkung stellt dabei keine feste Grösse dar, sondern wird von emotionalen, rituellen und situativen Kontextfaktoren beeinflusst. Mit der Einbeziehung dieser Faktoren in das ärztliche oder pflegerische Handeln können die Wirkungen einer Schmerztherapie optimiert werden.

Vortragspräsentation zu "Kontextfaktoren in der Schmerztherapie"

Andreas Kopf: Kontextfaktoren in der Schmerztherapie