30. September 2014

Medical Humanities (Kunst- und Geisteswissenschaften für Mediziner): Warum und wozu?

Prof. Alexander Kiss Universitätsspital Basel, Medizin, Abteilung Psychosomatik

 

Medical Humanities (MH) ist vor allem im angelsächsischen Raum zunehmend populär in der Ausbildung von Medizinern. Auch wenn die Gestaltung von MH von Ort zu Ort unterschiedlich sein kann, so ist die Begründung für die Etablierung von MH im Medizinstudium ähnlich: Es sind die mangelnde Reflexion der eigenen Haltung, die geringe Neugierde für das Unbekannte im Patienten und die Schwierigkeit im Umgang mit Mehrdeutigkeiten von Studierenden. Mit Hilfe von Kunst (z.B. Literatur u.o. Film, etc.) und deren geisteswissenschaftlicher Reflexion sowie dem Schreiben über die Begegnung mit Patienten (Reflective Writing) sollen Selbstreflexion, Neugierde für den Patienten (Illness) und Umgang mit Mehrdeutigkeit und Reflexion der Beziehung zum Patienten gefördert werden. Praktische Beispiele dienen der Illustration. Für die Weiterentwicklung von MH entscheidend ist die Evaluation von MH, die schwieriger ist als die sonst übliche Evaluation im Medizinstudium.

Vortragspräsentation zu «Medical Humanities»

Medical Humanities (Kunst- und Geisteswissenschaften für Mediziner): Warum und wozu?