06. November 2018

Medizinische Hypnosen: überholt oder auf der Überholspur?

Prof. Dr. med. Thomas Loew Abteilung für Psychosomatik, Universitätsklinikum Regensburg

 

Waren sie vor 150 Jahren praktisch ein «Must-know» und wert, sich bis nach Paris zu begeben, um «hypnotisieren» zu lernen, ist es ruhig geworden um die Methode. Neue Medikamente, neue Psychotherapieformen und vor allen Dingen der Missbrauch dieser mentalen Techniken durch die Nazis haben diesen an sich wissenschaftlich und klinisch gut begründeten Ansatz in der etablierten Medizin randständig werden lassen, nicht jedoch in der Wahrnehmung der Patienten, die sich die Behandlung dann eben ausserhalb holen. Neueste Erkenntnisse zur Dissoziation, zum Stellenwert und der Komplexität des vegetativen Nervensystems und der Trauma-Psychotherapie erlauben eine Neubewertung. Welche Indikationen gesichert sind, und wie Hypnose die konventionellen Therapien ergänzen kann, wird Inhalt dieses Vortrags sein. Der Referent ist Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für ärztliche Entspannungsmethoden, Hypnose, autogenes Training und Therapie (www.dgaehat.de).

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