08. Juli 2021

«O Sole Mio» − aber nur mit Sonnenschutz

Sonne verbinden viele mit Wärme, Sommer und Urlaub. Sie ist gut für unser Gemüt und unterstützt die Vitamin D Produktion im Körper. Das Verhältnis von Hautärztinnen und Hautärzten zur Sonne hingegen ist berufsbedingt zwiespältig, denn die Sonnenstrahlen haben eine ganz schön starke Wirkung und können für die Haut schädlich sein. Bei übermässigem Sonnenbaden kommt es akut zu einer Entzündung der Haut mit Rötung, Überwärmung und Schmerzen, bis hin zu Kreislaufproblemen. Langfristig bewirkt die Sonne Hautalterung und ein fleckiges Hautbild. Das USB Dermatologenteam rät deshalb, die Haut vor zu langer Sonnenexposition zu schützen.

 

Ob leidvoll am eigenen Körper oder beim Betrachten krebsroter Mitmenschen in den Sommermonaten – jeder hat bestimmt schon einmal mit einem Sonnenbrand zu tun gehabt. 

Aber wie entsteht ein Sonnenbrand? Die für uns relevanten Strahlen aus der Sonne sind UVA- und UVB-Strahlen. Diese Strahlen haben eine so starke Energie, dass sie in zu hoher Dosis die obere Hautschicht flächig angreifen. Dies hat zur Folge, dass sich die Haut zunächst entzündet. Bekannte Anzeichen wie Rötung, Juckreiz, Schmerzen und schlimmstenfalls Schwellung beginnen circa sechs bis acht Stunden nach Exposition und erlangen circa einen halben bis einen Tag nach der Exposition ihren Höhepunkt.

Hautkrebs und Aktinische Keratose

Neben den unmittelbaren Auswirkungen kann exzessive Sonnenstrahlung wegen ihrem UV-Anteil die Entstehung von Hautkrebs hervorrufen oder begünstigen. Hier wird zwischen verschiedenen Arten und diversen Ursachen unterschieden. Zum einen können über ein Leben lang wiederholte Reizungen der Haut durch die Sonne Krebs verursachen und zum anderen können UV-Strahlen direkt die DNA in einer Zelle der oberen Hautschicht beschädigen. Wenn diese Schädigung der DNA zu einer unkontrollierten Teilung und Vermehrung der Zelle führt, spricht man von Hautkrebs. 
Eine häufige, in dem Stadium noch nicht bösartige Krebsform ist die Aktinische Keratose, die sich durch rotbraune, raue und schuppende Flecken zeigt. Sie tritt überwiegend an sonnenexponierten Hautpartien von älteren, hellhäutigen Menschen auf, wie beispielsweise die Nase, die Wangen, die Lippen und bei lichtem Haar oftmals auch die Glatze. Sollte eine Aktinische Keratose bestehen, ist es ratsam, diese zu behandeln, da sie auch in eine bösartige Krebsform übergehen kann. 

Die drei häufigsten und bekanntesten bösartigen Tumore der Haut sind das Basalzellkarzinom, das Plattenepithelkarzinom und das Maligne Melanom, die alle drei unter anderem durch vermehrte Sonnenexposition entstehen können. Beim Plattenepithelkarzinom und Basalzellkarzinom sind vor allem die akkumulativen Sonnenstunden, das heisst die Stunden, während denen die Haut seit Geburt der Sonne ausgesetzt war, der Hauptrisikofaktor. Beim Malignen Melanom sind besonders Sonnenbrände in früher Kindheit gefährlich. Daher ist ein ausreichender Sonnenschutz vor allem in diesem Alter unverzichtbar.

Unterschiedliche Hauttypen

Wie lange sich eine Person ungeschützt in der Sonne aufhalten kann, hängt sehr von ihrem Hauttyp ab. In der Dermatologie werden die Hauttypen I (hell) bis VI (dunkel) unterschieden. Menschen mit Hauttyp I sind gefährdeter als Menschen mit Hauttyp VI. Typische Merkmale für den Hauttyp I und II sind helle Haut, rotes oder blondes Haar, eine helle Augenfarbe und Sommersprossen. Aber auch Menschen mit von Geburt an sehr dunkel pigmentierter Haut können einen Sonnenbrand bekommen und sollten Sonnencreme benutzen.

Unsere Haut dankt, wenn wir sie vor übermässiger UV-Strahlung schützen. Die USB Experten raten deshalb, die Mittagssonne zu meiden, einen Hut zu tragen, ausreichend viel Sonnencreme zu benutzen und oft nachzucremen. So können wir nicht nur Hautkrebs abwenden, sondern auch der durch die Sonne beschleunigten Hautalterung entgegenwirken.

 

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