01. Januar 2016

Seit 43 Jahren nicht mehr so viele Geburten im Universitätsspital Basel

Mit 2‘519 Geburten sind 2015 im Universitätsspital Basel so viele Kinder zur Welt gekommen wie seit 1972 nicht mehr. Die Klinik für Geburtshilfe und Schwangerschaftsmedizin der Frauenklinik verzeichnet seit 1993 einen kontinuierlichen Anstieg der Geburtenzahlen. Der steigenden Nachfrage begegnet das Universitätsspital Basel mit einem Ausbau der Räumlichkeiten und einer Aufstockung des Personals.

 

In keinem anderen Spital der Nordwestschweiz werden auch nur annähernd so viele Kinder geboren wie im Universitätsspital Basel (USB). Im Jahr 2015 sorgte die Klinik für Geburtshilfe und Schwangerschaftsmedizin mit 2‘519 Geburten für eine Höchstzahl, wie sie seit 43 Jahren nicht mehr erreicht wurde. Durchschnittlich fanden im USB täglich rund 7 Geburten statt. Mit 16 Geburten an einem Tag wurde die Höchstzahl im vergangenen Jahr am Dienstag, dem 11. August, erreicht.

Für den seit 1993 feststellbaren kontinuierlichen Geburtenanstieg im USB sind mehrere Faktoren verantwortlich: Neben dem allgemeinen Bevölkerungswachstum besteht wieder ein Trend zu mehr Kindern pro Familie. Zudem sind im Vergleich zu früher auch mehr Mehrlingsgeburten zu verzeichnen, was mit dem höheren Alter der gebärenden Frauen und der zunehmenden Inanspruchnahme der Reproduktionsmedizin zu tun hat. 2015 wurden im USB 97 Zwillings- und 3 Drillingsgeburten gezählt.

Mehr Personal und bessere Infrastruktur

Den steigenden Geburtenzahlen begegnet das USB mit einer Aufstockung des Personalbestands. Auf der Geburts-, der Schwangeren- und der Mutter-Kind-Abteilung waren in den vergangenen sechs Jahren noch nie so viele Personen angestellt wie 2015. Auch in die Infrastruktur wird weiter investiert. So kommen 2016 zum jetzigen Bestand von fünf Geburts- und zwei Vorbereitungszimmern sowie einem Operationssaal für Kaiserschnitte neu drei weitere Geburts- und drei Vorbereitungszimmer dazu.

Leicht rückgängig ist der Anteil an Kaiserschnitten. Während die Sectio-Rate in den vergangenen Jahren um 37 Prozent lag, sank dieser Wert 2015 auf 36 Prozent. Die Klinik für Geburtshilfe und Schwangerschaftsmedizin und die Neonatologie des Universitäts-Kinderspitals beider Basel (UKBB) arbeiten gemeinsam als Perinatalzentrum Tür an Tür eng zusammen und bieten optimale Bedingungen, falls weitere Abklärungen notwendig sind oder eine Notfallsituation auftritt. 2015 waren 211 Neugeborene auf unterstützende Massnahmen der Neonatologie angewiesen, was einem Anteil von rund 8 Prozent entspricht.

Eine Veränderung ist auch bei der Aufenthaltsdauer nach der Geburt im Spital zu beobachten: Auf der Mutter-Kind-Abteilung des USB sank die Dauer des Aufenthalts von 5,2 Tagen im Jahr 2010 auf 4,1 Tage im Jahr 2015. Dank des Programms „Family Start“ erhält jede Frau, die ihr Kind im USB zur Welt bringt, nach der Spitalentlassung eine nachbetreuende Hebamme zur Verfügung gestellt. Die Organisation „Family Start“ wird vom USB mitfinanziert und von den frisch gebackenen Müttern und Vätern sehr geschätzt.

Als erstes Baby im neuen Jahr durfte das USB um 00:26 Uhr den Knaben Arabi begrüssen.