16. September 2019

Tumorzentrum des USB weiterhin an der Spitze

Das Tumorzentrum des Universitätsspitals Basel und seine Organtumorzentren sind von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) erneut zertifiziert worden. In einigen Teilbereichen übertreffen die Leistungen des USB die Anforderungen deutlich.

 

Zertifikate sind ein wichtiger Teil des medizinischen Qualitätsmanagements, da sie Transparenz schaffen sowie Leistungen messbar und vergleichbar machen. Das Tumorzentrum des Universitätsspitals Basel ist von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zum wiederholten Mal zertifiziert worden. Damit sind das Tumorzentrum und seine Organtumorzentren weiterhin berechtigt, den Titel «Zertifiziertes Onkologisches Zentrum» zu führen. Dieses Prädikat sagt aus, dass die Basler universitären Zentren die hohen Anforderungen der DKG erfüllen, also auf medizinisch höchstem Niveau tätig sind. Zudem zeichnen sich die DKG-zertifizierten Zentren dadurch aus, dass verschiedene Abteilungen und niedergelassene Expertinnen und Experten vernetzt und interdisziplinär zusammenarbeiten.

Das Tumorzentrum des USB unter der Leitung von Professor Christoph Rochlitz ist der organisatorische und fachliche Überbau, der die einzelnen Teams und Disziplinen vereint, die sich auf die Behandlung der unterschiedlichsten Krebserkrankungen spezialisiert haben. Profis aus den unterschiedlichsten Berufsgruppen arbeiten hier eng vernetzt zusammen, um die Forschung an Tumorerkrankungen voranzutreiben und den Patientinnen und Patienten die bestmögliche klinische Versorgung zuteilwerden zu lassen. Die Auditoren der DKG prüfen insbesondere die klinische Expertise der Zentren, aber auch ihr Angebot an klinischen Studien, die den Patienten gemäss Zertifizierungsrichtlinien zur Verfügung stehen müssen, um ihnen so Zugang zu innovativen Behandlungsmöglichkeiten geben zu können. Des Weiteren müssen Tumorzentren Patientinnen und Patienten Beratungen im Bereich Ernährung, Genetik, soziale Dienste, Psychoonkologie, Schmerztherapie und Palliative Care anbieten, sowie den Zugang zu Selbsthilfegruppen bieten. Um den Patienten die bestmögliche Therapie anzubieten, treffen sich die beteiligten Fachdisziplinen in sogenannten Tumorkonferenzen, um den Fall zu besprechen und um zu entscheiden, welche Therapie im Einzelfall die erfolgversprechendste ist. Am USB finden hierzu wöchentlich 16 verschiedene Konferenzen statt.

Einmalig in der übergeordneten Region sind ausserdem die USB Kompetenznetzwerke «Immuntherapie» und «Molekulare Therapie», die insbesondere für die Patienten wichtig sind, die nicht nach Leitlinien therapiert werden können.

Die Auditoren der DKG heben hervor, dass das USB weit mehr für seine Patientinnen und Patienten leistet als für die Zertifizierung nötig ist, indem es zusätzlich Bewegungsprogramme, Familienberatungen, Seelsorgeberatungen und anderes anbietet. Des Weiteren sei der Austausch unter den Fachleuten deutlich besser und enger als in den meisten Spitälern üblich, was eine sehr persönliche Betreuung des Patienten ermöglicht.