02. September 2014

Warum ich nicht fühle, was Du fühlst. Empathie und die Grenzen der Vorstellungskraft

Prof. Dr. Martin Hartmann Universität Luzern, Kultur- und Sozialwissenschaftliche Fakultät

 

Fast alle wissenschaftlichen Disziplinen haben die Empathie entdeckt. Sich in die Haut des anderen zu versetzen, scheint die Basis für Moral, Sozialkompetenz und überhaupt für Menschlichkeit zu sein. Auch die Hirnforschung bearbeitet das Thema und schlägt Modelle vor, wie Empathie naturalisiert werden kann (Spiegelneuronen). Aber fällt es uns wirklich so leicht, in die Haut des anderen zu schlüpfen? Welche Rolle spielt die Vorstellungskraft für Empathie? Projizieren wir oft nicht einfach nur unsere Wertungen und Wahrnehmungen auf andere? Woher wissen wir, dass wir die Gefühle des anderen angemessen erspürt haben? Der Vortrag versucht den Empathiebegriff philosophisch zu reflektieren und möchte zugleich auf die Grenzen der Empathie hinweisen.

Warum ich nicht fühle, was Du fühlst. Empathie und die Grenzen der Vorstellungskraft