26. November 2012

Weltneuheit am Universitätsspital Basel: Neuartige Röntgentechnologie reduziert Strahlenbelastung für Patienten und medizinisches Personal und liefert bessere Bildauflösung

In der Kardiologischen Klinik am Universitätsspital Basel wird weltweit das erste Angiographiesystem der neuen Generation von Siemens betrieben. Das Artis Q.zen System ermöglicht eine erhebliche Reduzierung der Strahlenbelastung für Patienten, Ärzte und medizinisches Fachpersonal gegenüber der bisherigen Röntgentechnik

 

Ausschlaggebend für die Fortschritte sind technische Neuentwicklungen der Röntgenröhren und Detektoren.

Auf Seiten der Röntgenröhre ist die zweite Generation der Flat-Emitter-Technologie von Siemens für die Verbesserung verantwortlich. Die so mögliche detailreichere Darstellung kommt Arzt und Patient bei der bildgestützten interventionellen Therapie zugute. So lassen sich etwa in der Kardiologischen Darstellung der Herzkranzgefässe nun auch Verengungen in kleinsten Herzkranzgefäßen schon mit der Hälfte der sonst üblichen Strahlendoses erkennen.

Für die Bildqualität in der Angiographie sind zwei Hardware-Komponenten von entscheidender Bedeutung: Röntgenröhre und Detektor. Die Röntgenstrahlung, die von der Röhre ausgeht, durchdringt den Patienten und trifft auf den Detektor, der sie in Bildsignale umwandelt.

Die Baureihe Artis Q.zen kombiniert die neue Röntgenröhre mit einer neuartigen Detektor-Technologie, die Durchleuchtungen bei äußerst niedrigen Dosiswerten möglich macht: Für die Bildgebung mit Artis Q.zen bei Elektrophysiologischen Untersuchungen reichen Dosisleistungen aus, die bis um 85% unter den sonst in der Angiographie üblichen Werten liegen. Die Verbesserung geht unter anderem auf eine umfassende Veränderung der Detektortechnologie zurück: Während fast alle bisherigen Detektoren aus amorphem Silizium bestehen, verfügt das Silizium im neuen Artis-Q.zen-Detektor über eine kristalline – und damit homogenere – Struktur. Damit lässt sich das Signal wesentlich effektiver verstärken und das elektrische Rauschen im Bild gerade bei äußerst niedrigen Strahlendosen deutlich verringern. Diese Aufnahmetechnik wird als ultra-low-dose Bildgebung bezeichnet.

In der älter werdenden Bevölkerung nimmt die Zahl der Herzrhytmusstörungen immer mehr zu. Diese Patienten müssen sich häufig komplexen Behandlungen unterziehen, in denen vorwiegend Röntgenbildgebung genutzt wird, und profitieren damit besonders von der neuen Röntgentechnologie.