21. April 2020

Das Spital ist für alle da, die es brauchen

Im Notfallzentrum, aber auch in anderen Kliniken des Universitätsspitals Basel, mehren sich derzeit die Fälle von zu spät eintretenden Patientinnen und Patienten. Das ist eine unerwünschte und im schlimmsten Fall lebensgefährliche Nebenentwicklung der aktuellen Covid-19-Pandemie.

 

Es gibt aktuell keinen Grund, mit Symptomen einer schweren Erkrankung oder für notwendige Behandlungen nicht ins Spital zu kommen. Das Universitätsspital Basel ist das primäre, universitäre Versorgungszentrum für den Kanton Basel-Stadt und die Region und bestens dafür ausgestattet, alle ernsthaft erkrankten Patientinnen und Patienten zu behandeln. Das Universitätsspital ist weiterhin einer der sichersten Orte in Bezug auf Ansteckungen mit Sars-CoV-2, da Patienten mit Symptomen strikt isoliert und alle im Spital liegenden Patientinnen und Patienten getestet werden. Wir verzeichneten selbst bei der hohen Covid-19 Patientenzahl der letzten Wochen, die nun stark abgenommen hat, nur sehr selten Ansteckungen innerhalb des Spitals. Auch unsere Mitarbeitenden sind bisher nur in sehr geringem Umfang betroffen. Dies nicht etwa «zum Glück», sondern weil nirgends so sehr auf Reinigung, Desinfektion, Hygiene und respiratorische Etikette geachtet wird, wie in einem Universitätsspital.

Dennoch stellen wir, sowohl im Notfallzentrum, als auch in den Polikliniken fest, dass Menschen spät oder gar zu spät medizinische Hilfe in Anspruch nehmen. Sei es aus Angst, sich mit Coronaviren anzustecken, oder weil man dem Personal nicht «zur Last fallen» will. Mit dieser Zurückhaltung ist weder dem Gesundheitspersonal, noch den Erkrankten geholfen. Die Patientenwege von Covid-19-Patienten und anderen Patientinnen und Patienten sind am Universitätsspital strikt räumlich getrennt, bereits nach der Anmeldung im Notfallzentrum.

Auch Polikliniken sind offen und dringliche Therapien sind allen Patienten zugänglich. Ab dem 27. April sind gemäss Verordnung des Bundesrates wieder sämtliche Untersuchungen und Behandlungen möglich. Die Abteilung für Spitalhygiene des USB hat mit vielen Massnahmen Ansteckungen am Universitätsspital verhindert und hat damit auch auf dem Höhepunkt der ersten Welle Erfolg gehabt. Die Ansteckungswahrscheinlichkeit ist deshalb im USB deutlich geringer als ausserhalb.

Wer die typischen Symptome eines Herzinfarkts (z.B. beengende oder brennende Schmerzen in der Brust, Atemnot) oder eines Hirnschlags (plötzliche Lähmungserscheinungen, plötzliche Störungen des Seh-, Sprech- oder Hörvermögens) oder eine massive allgemeine Schwäche erleidet, sollte auf direktem Weg zum Notfallzentrum kommen. – Jede Minute kann zählen! Auch bei weniger dramatischen Beschwerden oder wenn eine Kontrolle oder Untersuchung nötig ist, sind wir rund um die Uhr für unsere Patientinnen und Patienten da.